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Investitionsstopp bei der WBV

Das Wohnungsunternehmen muss Geld sparen, um weitere Vorhaben realisieren zu können. Das liegt an der Bahnhofstraße.

© Dietmar Thomas

Von Doreen Hotzan

Waldheim. Der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (WBV) sind im vergangenen Jahr die Hände gebunden gewesen. „Bautechnisch ging es bei uns eher ruhig zu“, sagt Geschäftsführerin Ina Pugell. So würde die Sanierung der Bahnhofstraße 59 das Unternehmen immer noch belasten. „Das Vorhaben kostete uns 1,4 Millionen Euro und wurde 2013 fertiggestellt“, so die Chefin gegenüber dem DA. Nun muss gespart werden.

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Besonders stolz ist die WBV-Geschäftsführerin auf die Tatsache, dass das Unternehmen es bei diesem Mammut-Projekt wieder einmal geschafft hat, auf Hilfe bei der Finanzierung zu verzichten. „Seit 18 Jahren kommen wir völlig ohne Kredite aus. Wir setzen solche Vorhaben nur mit Eigenmitteln um“, erläutert die Waldheimerin. Doch das hat nun auch seinen Preis. „Es sind keine größeren Investitionen möglich. Wir müssen nun schauen, wo es eventuell Fördermittel gibt“, erzählt Ina Pugell.

Nicht untätig gewesen

Untätig waren die Mitarbeiter der WBV im vergangenen Jahr dennoch nicht. „Wir haben uns verstärkt auf die Sanierung von Wohnungen konzentriert, die frei wurden“, so die Geschäftsführerin. Dazu gehörten der Einbau von Innentüren, die Erneuerung der Fußböden sowie der Elektrik. Nach Angaben der WBV-Chefin sind insgesamt elf Wohnungen auf diese Art und Weise saniert worden.

Auch der Abbruch des Gebäudes an der Kriebsteiner Straße 27 b gehörte zu den Projekten, welche das Unternehmen im vergangenen Jahr umgesetzt hat. „Dafür hatten wir schon vor zwei Jahren die Fördermittel beantragt. Der Bescheid kam ziemlich spät. Der Abriss musste dann noch durch die Stadträte genehmigt werden. Daher konnten wir erst Anfang November loslegen“, erläutert Ina Pugell. Ein solches Vorhaben ist in diesem Jahr nicht geplant.

2016 konzentriert sich die WBV auch wieder auf die Sanierung des Wohnungsbestandes. Auf der Agenda steht zudem das Gebäude Breitscheidstraße 26. „Das soll ebenfalls saniert werden. Dafür gibt es Fördermittel, die bereits beantragt wurden“, so Ina Pugell. Die Fördermittel konnten nur beantragt werden, weil die Stadt Waldheim Wohnungen für Asylbewerber bereitgestellt hat. Als Ausgleich kann nun das Haus an der Breitscheidstraße saniert werden, sagt die WBV-Chefin.

Acht Wohnungen gemeldet

Acht Wohnungen hat das kommunale Unternehmen an die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg (GSQ) gemeldet. Dort sollen bei Bedarf Asylbewerber einziehen. Hinzu kommen weitere Unterkünfte, die Privatvermieter gemeldet haben, so Ina Pugell. Die Wohnungen aus dem Bestand der WBV wurden bereits hergerichtet und können jederzeit bezogen werden. Bisher hat sich noch nichts weiter getan, sagt die Waldheimerin. Sie macht sich keine Sorgen, dass es Ärger mit den Asylbewerbern geben könnte. „Ich bin da guter Dinge. Wir haben bisher gute Erfahrungen gemacht. Daran wird sich sicher nichts ändern“, sagt die Chefin der WBV. Sie sei gespannt, wie es weitergeht. „Die Betreuung muss ja gesichert sein“, so Ina Pugell.

Auch in Leisnig hat die Geschäftsführerin ein Auge auf die an die GSQ gemeldeten Objekte. Denn seit Anfang des Jahres ist sie auch Geschäftsführerin der Leisniger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, kurz LWVG (DA berichtete). Damit sind zum Bestand der WBV von 700 Wohnungen weitere 350 hinzugekommen. Für das Waldheimer Unternehmen steht zudem ein Jubiläum an. Am 25. Juni 1991 wurde es gegründet. 25 Jahre ist das her. Feiern werden nur die Mieter. „Für die haben wir eine Überraschung“, kündigt Ina Pugell an.