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Investoren wichtiger als Lebensqualität?

SPD-Politiker Frank Richter sieht das Klima in der Stadt durch eine weitere Verdichtung gefährdet.

Fordert ein Stoppschild gegen bauliche Verdichtung und Verkehrsverstopfung in Meißen: Landtagspolitiker Frank Richter tritt Forderungen aus der Großfraktion nach neuen Baugebieten entgegen.
Fordert ein Stoppschild gegen bauliche Verdichtung und Verkehrsverstopfung in Meißen: Landtagspolitiker Frank Richter tritt Forderungen aus der Großfraktion nach neuen Baugebieten entgegen. © Ronald Bonß

Meißen. Der für die SPD im Landtag sitzende Meißner Politiker Frank Richter hat jetzt Aussagen von Martin Bahrmann (FDP) und Simone Teske (Freie Bürger) widersprochen. Die beiden Spitzen der sogenannten Großfraktion hatten sich ausführlich in einem SZ-Interview zur aktuellen Baupolitik in der Stadt geäußert und den Fraktionen von AfD, Linkspartei und Bürgern für Meißen/SPD eine Blockade wichtiger Projekte vorgeworfen.

Die beiden Kommunalpolitiker argumentierten, als lebten sie im vergangenen Jahrhundert, so Frank Richter. Er fragt, ob Teske und Bahrmann  immer noch nicht verstanden hätten, dass man der Überhitzung entgegenwirken und Frischluftschneisen erhalten müsse. 

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Der 60-Jährige wundert sich: "Ist Ihnen die Idee der durchlüfteten Stadt unbekannt? Wollen sie die Flächenversiegelung tatsächlich weitertreiben? Ist Ihnen das Interesse einzelner Investoren wichtiger als die Lebensqualität der Bürger?"

Um zu erleben, was Stillstand der Stadt in Wahrheit bedeute, brauche man nur ins Auto zu steigen und sich in den Meißner Stau zu stellen, so Richter. Dieser entstehe nahezu täglich, wenn die von der Autobahn abgebogenen Schwerlaster über den Plossen donnern und die Straßen verstopfen. Wo bleibe bei diesem Problem der Protest der Großfraktion?

Kritisiert wird von Richter, dass die Gemarkung des Stadtgebiets stehengeblieben ist. Während sich zum Beispiel Großenhain durch Eingemeindungen vergrößert und Entwicklungsraum gewonnen hat, stagniert Meißen seit Jahrzehnten.

Abschließend fordert der Landtagspolitiker ein Stoppschild gegen die bauliche Verdichtung, die Verkehrsverstopfung und die weitere Belastung des Stadtklimas. (SZ/pa)

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