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Hoyerswerda

Isolations-Ambulanz am Seenland-Klinikum

Das Krankenhaus ist zudem auf die stationäre Aufnahme von Sars-CoV-2-Patienten vorbereitet.

Über solche markanten Aufsteller werden Betroffene aktuell zur Isolations-Ambulanz am Seenland-Klinikum geleitet. Man findet sie am östlichen Ende des Gebäudekomplexes, also in Sichtweite zur Großküche und zur Hoy-Reha.
Über solche markanten Aufsteller werden Betroffene aktuell zur Isolations-Ambulanz am Seenland-Klinikum geleitet. Man findet sie am östlichen Ende des Gebäudekomplexes, also in Sichtweite zur Großküche und zur Hoy-Reha. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Eine sogenannte Isolations-Ambulanz gibt es seit Wochenanfang am Seenland-Klinikum. Eingerichtet worden ist sie im einstigen Geburtenpavillon, in dem bis zur Neueröffnung im Awo-Medi-Care-Zentrum 2019 die Gynäkologische Tagesklinik zu finden gewesen ist. Zum Test vorstellen können sich nach Angaben des Krankenhauses Patienten mit Covid-19-Symptomen. Das heißt, es kann sich nicht jeder einfach testen lassen, sondern es muss um einen begründeten Verdachtsfall nach den Kriterien des Robert-Koch-Institutes zu bedrohlicher Luftnot gehen. Das Klinikum weist auch darauf hin, dass die Iso-Ambulanz nicht den Hausarzt ersetzt.

Der extra eingerichtete Bereich mit gesondertem Zugang garantiert eine strikte räumliche Trennung von anderen Patienten sowie vom Rest des Krankenhauses. Geöffnet ist montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr. Für die restliche Zeit gilt weiterhin, dass infektiöse Patienten den separaten Nachteingang der Notaufnahme links vom Haupteingang nutzen sollen.

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Das Personal der Iso-Klinik wird momentan ausschließlich vom Seenland-Klinikum gestellt. Allerdings hat die Kassenärztliche Vereinigung schon dazu aufgerufen, dass Hausärzte sich beteiligen sollen.

Für den Fall, dass an Covid-19 Erkrankte stationär aufgenommen werden müssen, hat das Klinikum eigens eine separate Isolations-Station eingerichtet. Auch sie befindet sich im ehemaligen Geburtenpavillon, dort, wo bis zu ihrem Umzug ins Haupthaus die Dermatologie untergebracht war.

Die Anzahl von Intensiv- bzw. Isolationsbetten hängt laut Klinikum von der aktuellen Entwicklung ab. Es werde nach Rücksprache mit den Behörden je nach Bedarf entschieden. Ein Ausbau sei geplant.

Da die Isolierung derzeit der Eindämmung und nicht der Behandlung diene (schließlich gibt es außer unterstützender Beatmung in schwersten Fällen keine Therapie), könne fast jedes Zimmer mit eigenem Bad auch ein Isolierzimmer sein. Zudem könnten Zimmer mit Schleusen ausgestattet werden. In so einem Fall werde zum Beispiel der Eingangsbereich mit Folien räumlich abgetrennt. So könne die Zahl der Isolier- und Schleusenzimmer relativ schnell erhöht werden. Im Vordergrund stünden das Garantieren der vorgeschriebenen Hygiene, die Behandlung von Nebenkrankheiten und die Eindämmung weiterer Infektionen. Die Lagerbestände an Schutzkleidung für das medizinische Personal seien derzeit noch gut gefüllt.