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Ist denn nichts mehr heilig?

über dreiste Kupferdiebe im Landkreis Görlitz

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Katja Schlenker

Nichts ist sicher vor den Kupferdieben. Selbst von Kirchen werden die Regenrinnen mittlerweile abgerissen, damit gewissenlose Diebe sie zu Geld machen können. Ob der Regen dann auf dem Fußweg gefriert und sich am nächsten Morgen jemand mit gebrochenem Bein am Boden windet, interessiert die Diebe nicht. Das zeigt auch der Fall aus Rothenburg. Keiner mag darüber nachdenken, was hätte alles passieren können, wenn sich das ausströmende Gas entzündet hätte.

Viel drängender ist jedoch die Frage, wie man sich gegen den Kupferklau wehren kann. Ein Allheilmittel gibt es wohl nicht, aber manchmal machen es schon Kleinigkeiten den Dieben schwerer. Zum Beispiel aufmerksame Nachbarn. Mitunter nerven sie einen ja, wenn sie ständig hinter der Gardine aus dem Fenster lunschen. Aber wenn einem die Dachrinne geklaut wird, ist man schon froh, wenn jemand die Diebe beobachtet hat. Am besten mal miteinander reden, vielleicht sind die Diebe ja schon mal vor der eigenen Haustür gesichtet worden, während sie ihr Ziel ausgespäht haben.