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Ist der Krone-Tunnel zu eng?

Die Stadt Niesky will die Fahrbahn markieren lassen. Das ist aber noch nicht alles. Auch die Bahn revanchiert sich.

Wenn sich zwei Pkw begegnen, wird es eng im Tunnel. Eine Fahrbahnmarkierung und ein Spiegel sollen die Fahrt durch den Krone-Tunnel sicherer machen.
Wenn sich zwei Pkw begegnen, wird es eng im Tunnel. Eine Fahrbahnmarkierung und ein Spiegel sollen die Fahrt durch den Krone-Tunnel sicherer machen. ©  André Schulze

Wer als Kraftfahrer im Krone-Tunnel in Niesky schon mal Gegenverkehr hatte, der weiß, wie eng es dort zugehen kann. Dass in der Durchfahrt unter den Bahngleisen zum Bahnhof noch nichts Ersthaftes passiert ist, das ist vor allem der Umsicht der Kraftfahrer zu verdanken. Sie sind es vor allem, die den Zustand in dem Tunnel kritisieren und auf eine bessere Sicherheit drängen. Ein Problem, das eigentlich seit der Einweihung Ende November vergangenen Jahres ansteht.

Die Stadt Niesky reagiert jetzt darauf. Wie Sachgebietsleiter Enrico Bachmann am Montag im Stadtrat sagte, hat man vor, die Fahrbahn zu markieren. „Damit jeder sieht, auf welcher Seite er fahren muss“, so Bachmann. Doch das ist noch nicht alles. Auch der von einigen Tunnelbenutzern geforderte Spiegel soll an die hohe Betonwand kommen. „Die Deutsche Bahn hat sich dazu bereit erklärt, die Kosten für den Spiegel zu übernehmen“, sagte Bachmann mit Freude angesichts knapper Nieskyer Finanzen. Der Stadt kommt dabei zugute, dass für den Tunnel zwar eine Verkehrsfreigabe bereits erfolgte, aber das ganze Objekt sich noch in Hoheit der Deutschen Bahn befindet. Und ihr liegt die Sicherheit der Kraftfahrer ebenso am Herzen, so Projektleiter Ulrich Mölke.

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Dass die Tunneldurchfahrt sicherer wird, ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig. Vom 9. bis zum 28. September bleibt der Bahnübergang Muskauer Straße geschlossen. In diesen drei Wochen werden laut Bahn die Betonplatten ausgewechselt. Da sie zum Teil zwischen den Weichen liegen, sind die Arbeiten kompliziert und brauchen ihre Zeit. Der Umleitungsverkehr wird demzufolge nicht nur über die B 115 und über die neue Straßenbrücke führen, sondern sich auch durch den Krone-Tunnel schlängeln. Zumindest was Zweiräder und Pkw betrifft. Bis dahin sollen der Spiegel an die Wand und die Markierungen auf den Asphalt kommen.

Beides ändert nichts daran, das der Tunnel nur mit Maximaltempo 30 durchfahren werden darf – und dass von Fahrzeugen, die maximal 7,5 Tonnen wiegen. Bereits zur Freigabe sagte DB-Projektleiter Ulrich Mölke: „Wir hätten gern breiter gebaut, aber das ging hier nicht. Auch eine Ampellösung wurde überlegt, dann aber verworfen.“ Aber das Wichtigste im Interesse der Stadt und der Anwohner wurde erreicht: Es ist nicht nur ein Fußgängertunnel geworden, sondern auch einer für Autos.

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