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Ist die Bahnstrecke Döbeln-Meißen noch zu retten?

Die Deutsche Bahn will die Strecke aufgeben. Die Verhandlungen mit drei Interessenten laufen.

Stehen die Politiker zu ihren Wahlaussagen? Das wollen die Bürger wissen, die sich für den Erhalt der Bahnstrecke zwischen Döbeln und Meißen einsetzen. Für den 16. März hat Eberhard Hall aus Roßwein einige Politiker und Mitarbeiter aus dem Verkehrsministerium in den Ratssaal der Stadt eingeladen. „Wir wollen von den Abgeordneten und der Verwaltung klare Aussagen, wie es mit der Bahnstrecke weitergeht“, sagt Eberhard Hall, der im Vorstand des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen sitzt.

Eingeladen hat er unter anderem den Bundestagsabgeordneten Stefan Kühn (Die Grüne), Mitglied im Ausschuss für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung sowie verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag sowie Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). Auch die Landtagsabgeordneten von CDU, SPD, Linke und Grüne sollen an der Gesprächsrunde teilnehmen, ebenso wie Landrat Volker Uhlig (CDU) und die Bürgermeister der Städte Döbeln, Roßwein, Nossen und Meißen sowie engagierte Bürger. Ziel der Bürgerinitiative für den Erhalt der Strecke ist mit der Veranstaltung, dass die Deutsche Bahn (DB) die Abbestellung der Bahnstrecke zurücknimmt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollte die Strecke außer Betrieb genommen werden. Neben dem Erhalt der Linie fordern die Bürger den Ausbau der Strecke sowie eine Verbesserung des Angebotes.

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Bisher haben sich allerdings drei Interessenten gemeldet, die die Strecke erhalten und weiter betreiben wollen: die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) mit Sitz in Berlin, die Regio Infra Service Sachsen GmbH (RISS) aus Chemnitz sowie die Nossen-Riesaer-Eisenbahn-Compagnie (NRW) aus Nossen.

Nach Angaben der DB laufen die Gespräche mit den Interessenten nach wie vor. Die geringen Fahrgastzahlen sind für die DB der Grund, den Betrieb auf der Strecke einzustellen. Hall sieht die Ursache dafür in der Politik: „Der Trend der Regierung ist, den Verkehr von der Schiene auf die Straße zu verlegen.“ Genutzt werde die Bahnlinie unter anderem von Mitarbeitern des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, das seinen Sitz in Nossen hat.

Auch für die Angestellten des Rechnungshofes, der von Leipzig nach Döbeln ziehen soll, werde die Bahnverbindung wichtig sein. (ml)

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