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Ist die Nachricht wirklich neu?

über die Schmiergelder für die WM in Katar

Daniel Klein

Die Nachricht lautet: Bei der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar sollen Schmiergelder in Millionenhöhe geflossen sein. Die Reaktion lautet: Ist die Nachricht wirklich neu? Nein, überraschen können die jüngsten Enthüllungen rund um die Endrunde im Wüstenstaat nicht mehr. Unterbezahlte und menschenunwürdig untergebrachte Bauarbeiter, ein Klima, bei dem Sportreiben im Freien medizinisch unverantwortlich ist, und Stadien, die ein Ministaat wie Katar nicht benötigt, ließen nur einen Schluss zu: Wenn ein Turnier an ein solches Land vergeben wurde, kann es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

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Nun also sollen dafür Beweise vorliegen. Die Entrüstung wird sich jedoch in Grenzen halten, der Ruf des Fußball-Weltverbandes Fifa kommt dem der Mafia ohnehin sehr nahe. Es ist also nur ein weiterer Mosaikstein, der sich in ein korruptes Gesamtbild fügt. Oder doch nicht?

Zuletzt häuften sich Meldungen, die aufhorchen lassen: Die Mehrheit der Norweger will keine Olympischen Winterspiele 2022 in Oslo, an einer Abstimmung scheiterte die Münchner Bewerbung, Krakau zog sie vor einer Woche zurück. Und für die Sommerspiele 2024 winkten bereits Paris, New York und Philadelphia ab. Was vor allem einen Grund hat: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist kaum beliebter als die Fifa. Für die Ausrichtung der Mega-Events interessieren sich zunehmend Länder, die nicht demokratisch regiert werden, und solche, die dafür schlicht nicht geeignet sind – wie Katar. Ändern sich die größten Sportverbände der Welt nicht grundlegend, wird Katar zum Regelfall. Seite 8