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Ist Moritzburgs Feuerwehr wirklich einsatzbereit?

Ein Antrag der CDU-Fraktion wurde im Gemeinderat ausführlich diskutiert. Es ging vor allem um die Bekleidung der Kameraden.

Moritzburg hat eine einsatzfähige Feuerwehr. Aber einiges muss demnächst neu angeschafft werden.Ein Antrag der CDU-Fraktion wurde im Gemeinderat ausführlich diskutiert. Es ging vor allem um die Bekleidung
der Kameraden.
Moritzburg hat eine einsatzfähige Feuerwehr. Aber einiges muss demnächst neu angeschafft werden.Ein Antrag der CDU-Fraktion wurde im Gemeinderat ausführlich diskutiert. Es ging vor allem um die Bekleidung der Kameraden. © Norbert Millauer

Moritzburg. Sind die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Moritzburg wirklich so einsatzbereit, wie es sein müsste? Die CDU-Fraktion im Gemeinderat wollte das genauer wissen und hatte dazu einen Antrag in der Sitzung des Rates zum Beginn der Woche gestellt. Die Antworten darauf liefert Gemeindewehrleiter Wolfgang Voigt.

Zur Beruhigung und vorweg: Ja, sie sind einsatzbereit. Allerdings mit Abstrichen. So muss beispielsweise ein Fahrzeug der Feuerwehr Boxdorf dringend repariert werden. Aber die CDU-Anfrage zielte vor allem auf die Bekleidung der Kameraden und den Anlass, dass dafür 180.000 Euro aufgewendet werden sollen. Haben wir in den letzten Jahren die Nachrüstung mit einsatzgerechter Kleidung verschlafen, stand als Frage im Raum.

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Zum Teil trifft das zu. Für Feuerwehrleute gibt es ein Bekleidungskonzept. Zuletzt wurde das 2005/06 überprüft und entsprach damals auch den deutschen DIN-Vorschriften. Die haben sich aber geändert, sind strenger geworden. Feuerwehrchef Wolfgang Voigt: „2012 hätte vieles erneuert werden müssen. Die derzeit geltenden Normen werden zu Teilen nicht erfüllt. Wir haben immer die Bekleidungsstücke ersetzt, die verschlissen waren.“

Von 2015 bis 2019 gab es Anträge, neue Hosen, Jacken, Helme, Handschuhe zu kaufen - im Wert von 174.000 Euro. Im Haushalt eingeplant waren in diesen Jahren dafür 127.000 Euro. Wirklich gekauft wurde aber nur für 116.000 Euro. Auch, weil es weniger Zuschüsse vom Landkreis gab.

Nachfragen gab es von den Gemeinderäten noch nach der Anzahl der Brände, vor allem solche, bei denen eben besonders sichere Kleidung benötigt wird. Gemeindewehrleiter Voigt nannte etwa 15 Wohnungsbrände, die übers Jahr im Schnitt zu löschen sind. 2018 und 2019 wurden je acht bis zehn Personen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet. Es gab Einsätze bei Waldbränden und viele Unterstützungen für die benachbarten Wehren in Radebeul, Coswig und Weinböhla.

Letztendlich wurde festgelegt und beschlossen, dass für die Feuerwehren im Gemeindeverbund ein neues Feuerwehrkonzept gestartet wird. Heißt: Die 180.000 Euro müssen ausgegeben werden, aber nicht auf einmal. Die solle in zwei Phasen geschehen, so Bürgermeister Jörg Hänisch und auch in den Haushalt eingestellt werden.

www.moritzburg.de

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