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Ja fürs Rettungszentrum

Einstimmig gaben die Stadträte gestern Abend grünes Licht für den Kauf der Grundstücke des geplanten Rettungszentrums. Auf Antrag der SPD aber mit einer Einschränkung: Vor Vertragsabschluss soll eine Erklärung des THW vorliegen, auch tatsächlich dort zu bauen.

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Von Sven Görner

Die Weichen für das neue Radebeuler Rettungszentrum sind gestellt. Mit seinem Beschluss von gestern Abend erteilt der Stadtrat der Verwaltung eine Handlungvollmacht zum Ankauf der benötigten Grundstücke im Rahmen des beschlossenen finanziellen Gesamtumfangs von 300 000 Euro. Bereits am Abend zuvor hatte der Stadtentwicklungsausschuss die Standortentscheidung getroffen. Zur Debatte standen der Sportplatz an der Kötitzer Straße und die Flächen des ehemaligen Aussiedlerheimes und teilweise des Tanklagers an der Wilhelm-Eichler-Straße. Obwohl die Grundstücke an der Eichler-Straße im Gegensatz zum Sportplatz erst gekauft werden müssen, entschied sich der Ausschuss für diese, von der Verwaltung als Vorranglösung betrachtete Variante. „Dieser Standort hat den Vorteil, dass wir dort keinen Bebauungsplan brauchen, weil es sich um ein brachgefallenes Gewerbegebiet handelt“, sagt Baubürgermeister Jörg Müller. So sei nur ein informelles Verfahren erforderlich, was erheblich Zeit spare. Das ist insofern wichtig, weil das THW bereits im nächsten Jahr bauen will.

Zwar scheinen die Irritationen ausgeräumt zu sein, die durch die Ankündigung eines Umzugs des THW von Radebeul nach Coswig entstanden waren, dennoch will die SPD Klarheit haben, ob das THW nun wirklich in Radebeul bleibt. Auch die anderen Fraktionen stimmten dem Zusatz zu, den Grundstückankauf vom Vorliegen einer Willenserklärung des THW abhängig zu machen.

Ebenfalls auf den Weg gebracht hat der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes für das im Rahmen des Rettungszentrums zu errichtende Feuerwehrgebäude. Das soll nach seiner Fertigstellung 2005 oder 2006 die beiden jetzt noch eigenständigen Ortswehren von Radebeul-West und -Naundorf aufnehmen.

Um die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, soll das Rettungszentrum eine direkte Ausfahrt in die Güterhofstraße erhalten.

Der Stadtrat stimmt auch den übrigen außerplanmäßigen Ausgaben zu (SZ vom 16. September), insgesamt 800 000 Euro.