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Ja, wo laufen sie denn?

Die Kiesdorfer wollen einen Gehweg an der Oberen Straße. Den bekommen sie jetzt. Dadurch wird auch der Schulweg sicherer.

© Rafael Sampedro

Von Susanne Sodan

Kiesdorf. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass hier was in Planung ist. Am Rande der Oberen Straße in Kiesdorf musste so mancher Baum in den vergangenen Wochen seinen Platz räumen. Die Baumfällungen waren erste Vorbereitungen für die Sanierung der Straße. Die grundsätzlichen Pläne sind schon bekannt: Die Fahrbahn wird erneuert, die Bushaltestellen auch und ein Fußweg wird angebaut. Die Gemeinde Schönau-Berzdorf hat jetzt ihren Anteil dafür im Haushalt zurückgelegt: 100 000 Euro.

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Insgesamt wird die Sanierung viel teurer. Es sind vorläufige Zahlen, die die Gemeinderäte von Schönau-Berzdorf in ihrer jüngsten Sitzung vor sich liegen hatten. Derzeit liegt die Kostenannahme bei rund 1,7 Millionen Euro. Den größten Teil davon trägt der Kreis, denn die Obere Straße ist eine Kreisstraße. Aber auch die Gemeinde übernimmt bei der Planung und beim Bau Anteile. Welche das sind und mit welchen Kosten ungefähr zu rechnen ist, ist in einer Vereinbarung mit dem Kreis festgelegt, die die Gemeinderäte in ihrer Sitzung vergangene Woche besprochen und angenommen haben. Rechnet man die Gemeinde-Anteile zusammen, steht unter Strich eine vorläufige Summe von einer knappen halben Million Euro. Die Gemeinde wird zum Beispiel die Baukosten für den Gehweg übernehmen und zwei Drittel bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, auch bei den vielen verschiedenen Planungskosten übernimmt die Gemeinde Anteile. Gefördert wird das Vorgaben zu 80 Prozent. Um noch ein bisschen Luft zu haben, hat die Gemeinde also 100 000 Euro eingeplant. Auf einen Schlag müssen die aber nicht bezahlt werden. Der Kreis geht in Vorleistung, die Gemeinde bezahlt ihre Anteile über einen Zeitraum von vier Jahren, erklärt Christian Hänel.

Noch ein Punkt, den die Kommune übernehmen wird, ist der Grunderwerb für den Gehweg. Um Platz für den Gehweg neben der Straße zu haben, müssen die nötigen Bereiche der Grundstücke von den Anliegern gekauft werden. „Bei dem Punkt sind wir gerade“, erzählt Christian Hänel. Im Groben ist klar: Der Gehweg verläuft direkt an der Kreisstraße, beginnend bei der Kreuzung mit der S 128 bis zur Kreuzung mit dem Mühlweg. Lückenlos soll er sein, aber ob der Weg – und damit später auch die Fußgänger mal die Seite wechseln müssen, ist noch nicht raus, das hängt auch daran, welche Grundstücksteile die Gemeinde kaufen kann. „Das wird am Ende vielleicht nicht hundert Prozent optimal sein“, sagt Christian Hänel. „Aber wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben.“ Denn, die Straße selber lässt sich nicht nach links oder rechts versetzen, um den Gehweg immer auf der günstigeren, der Dorfseite zu halten. Hier bleibt es bei den bisherigen Planungen: Bei der Straßensanierung handelt es sich nicht um einen grundlegenden Ausbau, sondern um eine Erneuerung der Fahrbahn. Zum Beispiel die Breite und der Verlauf bleiben dabei, wie sie sind.

Der Gehweg dagegen war nicht von Anfang an in der Planung mit drin. Er kam vergangenes Jahr dazu. An der Oberen Straße liegen mehrere Bushaltestellen. Für die Anwohner, vor allem für die Schulkinder soll es mit dem Fußweg sicherer werden, dorthin zu kommen. Das hatten die Kiesdorfer angeregt, Kreis und Gemeinde hatten daraufhin noch mal umdisponiert.