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Jahnabach stand höher als 2002

Regenwasser und Schlamm haben in mehreren Ortsteilen der Gemeinde nicht nur Grundstücke überflutet.

Von Harald Daßler

Die Schäden, die der Starkregen in der vorigen Woche auf dem Gebiet der Gemeinde Käbschütztal allein an kommunalem Eigentum verursachte, beziffert Bürgermeister Uwe Klingor auf rund 220 000 Euro. So muss ein gebrochener Durchlass in Schletta dringend repariert werden, um eine Gefährdung für den Ortsteil bei künftigen ergiebigen Regenfällen auszuschließen. Die Gemeinde hofft auf Fördermittel, um neben den Reparaturarbeiten an Löschteichen oder Durchlässen weitere Baumaßnahmen für einen besseren Hochwasserschutz vorbereiten zu können, so Klingor.

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Durch die extremen Regenfälle am Dienstag voriger Woche war der Jahnabach über die Ufer getreten. Außerdem wurde Lößboden von landwirtschaftlich genutzten Flächen an steilen Hängen in die Tiefe gerissen. Bei Keilbusch, wo der Jahnabach in die Elbe mündet, überspülten Wasser und Schlamm von mehreren Seiten die Bundesstraße 6. Die Schlammmassen verwüsteten zehn Grundstücke in Niederjahna sowie jeweils eines in Schletta und in Löthain. Neben beschädigten Autos und in den Fluten verendetem Nutzvieh sind unbrauchbar gewordene Einrichtungen und Geräte aus Erd- und Kellergeschossen der überfluteten Grundstücke zu beklagen.

Wie der Bürgermeister informiert, waren die Feuerwehren aus Planitz-Deila, Krögis, Löthain und Kagen mit insgesamt 40 Kameraden im Einsatz, um Hilfe zu leisten. „Dafür möchte ich mich bei den Kameraden bedanken“, erklärt Uwe Klingor. In Niederjahna, wo das Wasser zeitweilig 40 Zentimeter höher als während der Jahrhundertflut im August 2002 stand, gelang es Rainer Hartung von der Feuerwehr Löthain, eine Frau zu retten, die in ihrem Fahrzeug mitten in der Flutwelle festsaß.