merken
PLUS Weißwasser

Jahnbad nicht ohne dritten Volleyballplatz

OB Torsten Pötzsch folgt dem Willen von Weißwassers Sportlern. Er bringt eine neue Vorlage zur Anpassung der Planungen in den Stadtrat ein.

Auf den Volleyballplätzen im Jahnbad in Weißwasser wird zwar Freizeitsport betrieben, aber das mit sehr viel Ehrgeiz. Deshalb kämpfen die Sportler zweier Vereine für den Erhalt aller drei Spielfelder.
Auf den Volleyballplätzen im Jahnbad in Weißwasser wird zwar Freizeitsport betrieben, aber das mit sehr viel Ehrgeiz. Deshalb kämpfen die Sportler zweier Vereine für den Erhalt aller drei Spielfelder. © Joachim Rehle

Weißwasser. Die Kompetenzen der Nutzer sollen einfließen. Damit hatte Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) in der Sitzung des Stadtrats Anfang Juni angekündigt, noch im gleichen Monat für Teilbereiche des Jahnbads neue Beschlüsse in den Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) einbringen zu wollen. Das war zwar nicht der Fall, dafür aber steht das Jahnbad in der Sitzung des Stadtrats am Dienstag auf der Tagesordnung. Dann haben die Räte über die Anpassung der Planung zu befinden. Genauer gesagt, über die Anordnung eines dritten Beachvolleyballfeldes östlich der beiden bereits ausgewiesenen Felder.

Nachdem es lange Zeit Streit darüber gab, in welcher Form das Naturbad überhaupt zu erhalten sei, wird es derzeit für 600.000 Euro mit einem großen Zuschuss aus dem Efre-Fördertopf saniert. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Aber bei all der Freude darüber gab es unvermindert Kritik zu einzelnen Details. Größter Streitpunkt: die Volleyballplätze. Bisher gibt es drei davon. Sie sollen nach bisherigem Stand der Dinge zurückgebaut und stattdessen neue errichtet werden. Allerdings nur zwei. Für einen dritten Platz hatten Bauverwaltung und Planer einen Kompromiss angeboten: einen Trainingsplatz.

Anzeige
Wundermittel Bewegung
Wundermittel Bewegung

Zu langes Sitzen erhöht das Risiko für Bluthochdruck. Bewegen und dabei sparen. Um mehr zu erfahren klicken Sie hier:

Für nicht akzeptabel halten dies die Sportler zweier Volleyball-Abteilungen – der TSG Kraftwerk Boxberg Weißwasser sowie von Grün-Weiß Weißwasser. Im Vorfeld hatten sie immer wieder darauf verwiesen, wie wichtig ihnen dieser dritte Platz ist, um den Status der Trainings- und Spielbedingungen der Vorjahre zu erhalten. Jetzt lenkt OB Torsten Pötzsch ein. Nach eigener Aussage sei er „zu dem Schluss gekommen, dass die Vorstellungen der potenziellen Nutzer und die derzeitigen Planungen nicht deckungsgleich sind.“ Und dass es nichts bringe, etwas zu machen, wofür die Akzeptanz fehlt.

Auf Nachfrage von Tageblatt verweist er auf die zwischenzeitliche Idee, das dritte Feld am Wasser anzulegen. Das aber sei wenig sinnvoll, weil man dann „berghoch“ spielen müsste. Wie Torsten Pötzsch sagt, soll das dritte Feld erhalten werden, „weil es gebraucht wird“. Es gehe zwar um Freizeitsport, doch werde auch dort ehrgeizig trainiert – bis hin zur jährlichen Weißwasseraner Stadtmeisterschaft. Zudem sei ein drittes Feld keine Belastung für den Betreiber des Bades. Über die Jahre hätten sich die Vereine selbst um den Erhalt der Sportanlagen gekümmert, selber Sand besorgt, vor dem Winter die Netze ab- und zum Saisonstart wieder aufgebaut. TSG und Grün-Weiß hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, das auch weiterhin tun zu wollen.

Weiterführende Artikel

Jahnbad behält drittes Beachvolleyball-Feld

Jahnbad behält drittes Beachvolleyball-Feld

Auf Antrag der Nutzer entschied der Stadtrat Weißwasser, die Planungen noch einmal anzupassen.

Auch der Turm sollte weg, der aus Sicht der Sportler notwendig ist. Ein neues Fenster sei schon drin, ein kleines Fenster zugemauert. Da passiere ebenfalls viel in Eigenleistung. Ein neues Dach müsste drauf, was als Unterstellmöglichkeit dienen kann. Im Vorfeld gab es Gespräche mit den Vereinen, auch Vor-Ort-Treffen. „Der Bürgerwille sollte aufgegriffen werden“, so Torsten Pötzsch zu Tageblatt. „Bei der Eisarena haben wir doch auch mit Nutzern zusammengesessen oder bei der Sanierung der Kegelbahn oder bei der Skaterbahn die Jugendlichen befragt, wie sie es sich am besten vorstellen könnten“, begründet er. Es soll ja nichts Neues geschaffen, sondern das Alte neu gemacht werden. Deshalb bringt er in den Stadtrat die Vorlage zur Anpassung der Planungen ein. Die Zeit bis zum BWA wäre zu kurz dafür gewesen.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser