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Jahnhalle: Zukunft wieder offen

Das Areal am Jüdenberg wird wieder städtisches Eigentum. So haben es die Stadträte in dieser Woche beschlossen.

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Von Harald Daßler

Nun ist sie wieder zu haben. Die Stadt sucht einen Käufer für die ehrwürdige Jahn-Turnhalle am Jüdenberg. Wie die Stadträte gestern Abend einstimmig beschlossen, sollen das unter Denkmalschutz stehende aber vom Verfall bedrohte Gebäude sowie das dazugehörende Grundstück öffentlich ausgeschrieben werden. Zuvor hatten die Stadträte in einem gesonderten Beschluss das Angebot des Sportvereins Dynamo Fußballclub Meißen zur Rückgabe von Halle und Grundstück angenommen.

Nachdem es dem Verein in den vergangenen fünf Jahren nicht gelungen war, das für die Rettung der Bausubstanz und den Umbau in ein Trainingszentrum für den Fußballnachwuchs benötigte Geld aus öffentlichen Fördertöpfen aufzubringen, ist die Zukunft der Jahnhalle nun wieder völlig offen.

Durch die öffentliche Ausschreibung hofft die Stadt auf neue Interessenten, die über finanziellen Möglichkeiten sowie realistische Nutzungsideen verfügen. Die Stadt wolle keine weiteren Vorgaben machen, erklärte OB Olaf Raschke gestern Abend.

Allein in der Stadt Meißen haben ein privater Investor sowie mehrere Vereine das Interesse an der Entwicklung des Jahnhallen-Areals signalisiert. Beiden geht es um die Rettung der Bausubstanz der Halle. Während der Investor die Halle äußerlich sanieren und im Inneren zu einem Wohnhaus umbauen will, wollen Meißner Bürger unter Federführung des Kulturvereins das Gebäude schrittweise sanieren und darin ein öffentliches Kulturzentrum einrichten. Für das umliegende Gelände sehen die bislang bekannt gewordenen Pläne beider Interessenten die Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Spielplatzes vor.