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Jahrmarkt will traditionelle Handwerker anlocken

Der Dittersbacher Rummel will zurück zu seinen Wurzeln. Dafür wird nun kräftig Werbung gemacht.

Von Katarina Gust

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Die 347. Auflage des Dittersbacher Jahrmarktes Ende August beschäftigt die Kommune schon jetzt. Eine Arbeitsgemeinschaft bereitet den großen Rummel vor. Er wird vom 28. August bis 1. September stattfinden. Für dieses Jahr hat sich die Gemeinde einiges vorgenommen. Der Jahrmarkt soll sich noch mehr auf seine Wurzeln besinnen. Sachsenweit gilt er als ältester Landmarkt überhaupt. Dieser Charakter soll noch mehr herausgekitzelt werden, wie Bürgermeister Jochen Frank (Unabhängige Bürger) mitteilt.

„Wir wollen viele attraktive Händler für den Jahrmarkt gewinnen“, sagt der Ratschef. Vor allem traditionelle Handwerker sollen angesprochen werden. Zum Beispiel Töpfer, Schmiede oder Besenbinder könnten den Rummel als Plattform nutzen, um ihre Gewerke zu zeigen. Die Besucher könnten wiederum den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Früher seien solche Stände typisch für den Dittersbacher Jahrmarkt gewesen. Über die Zeit sei das Handwerk jedoch verschwunden. Nun soll es zurückgeholt werden.

Wie, dafür hat die Kommune bereits einen Plan. Es wurden spezielle Werbekarten entworfen, um die Handwerker auf den Rummel aufmerksam zu machen. Die Flyer sind frisch aus dem Druck. Sie werden nun auf verschiedenen Wochen- und anderen Märkten an potenzielle Interessenten verteilt. Um beim Dittersbacher Jahrmarkt dabei zu sein, müssten sich die Händler eigentlich bis Ende März anmelden. Um ihnen mehr Zeit zu lassen, wurde die Frist sogar verlängert. Das Ende der Bewerbungszeit wurde auf 30. Juni verlegt.

Bereits im letzten Jahr zeigte sich der Rummel von seiner historischen Seite. Erstmals wurde eine Ausstellung alter Traktoren und Landmaschinen organisiert. Auf dem Diska-Parkplatz wurden die alten Maschinen zur Schau gestellt. Besucher konnten sich damit sogar vom Dürrröhrsdorfer Bahnhof zum Marktplatz Dittersbach kutschieren lassen. Die Landmaschinenschau kam beim Publikum gut an. Deshalb soll sie dieses Jahr wiederholt werden. Eine Neuerung ist in diesem Zusammenhang geplant. Zusätzlich zur Ausstellung soll ein Treffen von Absolventen der Landtechnikschule organisiert werden.

Auf einen Höhepunkt müssen die Besucher in diesem Jahr jedoch verzichten. Die Dürrröhrsdorfer Nacht, die seit 2012 vom gleichnamigen Fleisch- und Wurstwarenbetrieb veranstaltet wird, wird nicht mehr stattfinden. Bei der Veranstaltung traten immer zünftige Musiker und Bands auf, die für Oktoberfeststimmung gesorgt haben. Bürgermeister Jochen Frank bedauert, dass dieser Programmpunkt gestrichen wurde. Durch den kostenlosen Eintritt sei der Aufwand zuletzt wohl zu groß gewesen.

Andere Programmpunkte sollen jedoch beibehalten werden. Dazu gehört ein Familientag, an dem die Schausteller verbilligte Fahrten anbieten. Auch die Versteigerung im Festzelt soll erneut wiederholt werden. Gewerbetreibende und Vereine unterstützen die Auktion mit Preisen. Diese werden für den guten Zweck meistbietend versteigert. Zuletzt kam der Erlös den Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile zugute.

Der Dittersbacher Jahrmarkt klingt traditionell mit einem Höhenfeuerwerk aus. Dieses wird am letzten Tag, wieder einem Dienstag, um 22 Uhr gezündet.

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