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Jauernick zeigt seine Schokoladenseite

Heute kommt eine europäische Jury ins Dorf. Dort ist alles gut vorbereitet.

Von Anja Hecking

Jauernick-Buschbach. Die letzten Handgriffe für die Präsentation sind getan. Einmal tief durchatmen. Die Jury kann kommen. Aber etwas Aufregung bleibt schon bis zuletzt, sagt Ortschronist Joachim Lehmann. Denn es soll ja heute auch alles gut klappen. Der Jauernick-Buschbacher war von Anfang an mit dabei, um die Präsentation des Dorfes vorzubereiten.

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Ein ganzes Stück Arbeit. Denn das, was sich die Jury im Wettstreit um den europäischen Dorferneuerungspreis an Informationen vorher selbst beschaffen kann, können sich die Jauernick-Buschbacher im Grunde für ihren Empfang heute sparen. Das heißt aber auch, dass sie sich das Besondere rauspicken und es auf eine originelle Art und Weise rüberbringen müssen, ohne die Natürlichkeit des Dorfes zu verfälschen. Damit treten sie nun neben 28 anderen Orten aus zwölf Ländern an. Nach dem Empfang im St. Wenzeslaus-Stift wird sich die Jury das Dorf ansehen und anschließend erste Eindrücke im Berggasthof diskutieren. Etwa 20 Mitstreiter aus dem Ort und Gäste werden dabei sein. Etwas Anspannung bleibt bis zuletzt, bestätigt Ansgar Kaup. Sein Görlitzer Ingenieurbüro Richter & Kaup hat die Ortschaft in den vergangenen Monaten begleitet und die Unterlagen für den Wettbewerb erstellt.

Dass ein Professor einer ungarischen Universität, ein Ingenieur aus Niederösterreichs Agrarbezirksbehörde und eine Vertreterin aus dem tschechischen Ministerium für Regionalentwicklung das Bergdorf begutachten, ist etwas Besonderes für den kleinen Ort. Fremde von weither als Gäste und internationales Publikum sind keine Seltenheit – allein schon durch die Kreuzbergbaude und das St. Wenzeslaus-Stift als Tagungs- und Veranstaltungsstätten.

Stolz schwingt da mit, wenn sich das Dörflein heute den Jurymitgliedern zeigt. Vom Vorschlag des Freistaates, beim Wettstreit mitzumachen, war es sofort begeistert. Auch das bedeutet eine Wertschätzung für den Ort, sagt der Ortschronist. Selbst die Vorbereitungen in den zurückliegenden Monaten haben viele Aha-Effekte gebracht. Punkten möchte das Bergdorf vor allem durch sein Miteinander von Jung und Alt. Vereine und Feuerwehr haben dadurch kaum Nachwuchssorgen und es entstehen immer frische Ideen. Was die erneuerbaren Energien betrifft, die ebenfalls von der Jury geprüft werden, fallen die Photovoltaikanlagen auf den Dächern auf. Der Berggasthof betreibt ein eigenes kleines Blockheizkraftwerk, um sich mit Energie und Strom zu versorgen. Auch die Streuobstwiesen und das ehemalige Klostergut am Ortsausgang nach Friedersdorf, das von einem Wiedereinrichter bewirtschaftet wird, zeigen den Einklang von Mensch und Natur. Zwischen Kreuzberg und Berzdorfer See sind viele Ferienquartiere entstanden. Projekte wie die Tafeln zur Begrüßung an den Ortseingängen, das Panoramabild an der Kirschallee, Ansichtskarten, Kalender und Bänke sprechen für die Gastfreundlichkeit der Dorfbewohner. Die Initiativen entspringen vor Ort, bestätigt Chronist Joachim Lehmann. Und das meiste davon wird mit überschaubarem Aufwand und aus eigener Kraft bewerkstelligt.