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Je nach Tageslaune

Gestern habe ich beim Finanzamt angerufen. Und es geschah etwas, das ich nie erwartet hätte. Man könnte es fast ein Wunder nennen. Denn in der Regel drücke ich mich vor solchen Anrufen. Meist sind die Damen und Herren am anderen Ende schrecklich genervt, überarbeitet und unfreundlich.

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Gestern habe ich beim Finanzamt angerufen. Und es geschah etwas, das ich nie erwartet hätte. Man könnte es fast ein Wunder nennen. Denn in der Regel drücke ich mich vor solchen Anrufen. Meist sind die Damen und Herren am anderen Ende schrecklich genervt, überarbeitet und unfreundlich. Das lässt sich übrigens beliebig auf alle Beamten übertragen.

Aber gestern konnte ich das Lächeln in der Stimme der Sachbearbeiterin vom Finanzamt regelrecht hören. Nett und freundlich erklärte sie mir alles, was ich wissen wollte und wünschte mir am Ende des Gesprächs sogar noch einen schönen Tag.

Verblüfft erzählte ich das einem Kollegen und der erklärte mir das Phänomen von der Tageslaune. Demnach sollte man bei den Ämtern immer nach dem Mittagessen anrufen. Denn Hunger mache sauer. Aber um Gottes Willen nicht punkt 12 anrufen, wenn das Schnitzel noch dampfend auf dem Tisch steht. Er sagte weiter, dass sich die Tageslaune auch zum Ende der Woche hin prinzipiell bessert: wegen der Aussicht auf zwei freie Tage. Ich bezweifle diese Theorie noch ein wenig und werde am heutigen Freitag mal meinen Chef, den Computer und die Waage beobachten, ob sich deren Laune vielleicht auch mit der Aussicht auf ein freies Wochenende bessert, feixtDAgobert