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Jehmlich-Orgel braucht Reparatur

Ziegra. Werke von Bach, Händel und Rheinberger erklangen am Sonnabendnachmittag in der Ziegraer Dorfkirche. Döbelns Kantor Winfried Kleindopf spielte auf dem Instrument, um das sich das Konzert eigentlich drehte – auf der Jehmlich-Orgel.

Ziegra. Werke von Bach, Händel und Rheinberger erklangen am Sonnabendnachmittag in der Ziegraer Dorfkirche. Döbelns Kantor Winfried Kleindopf spielte auf dem Instrument, um das sich das Konzert eigentlich drehte – auf der Jehmlich-Orgel. Die Sopranistin Susan Schneider und Susanna Schlesier auf der Violine unterstützten ihn musikalisch. Die Spenden der mehr als 90 Besucher sollen helfen, die Orgel sanieren zu lassen.

Christian Otto ist im Kirchenvorstand der kleinen Gemeinde. „Ohne die Orgel können wir keine Gottesdienste halten“, sagte er. „Unsere Orgel ist 1957 gebaut worden. Nach so langer Zeit müssen nun einige Teile gesäubert und andere ausgetauscht werden.“ Eine Generalüberholung sozusagen. „Die Pfeifen sind zwar noch in Ordnung, vieles an der Mechanik muss jedoch nachreguliert werden“, sagte Winfried Kleindopf. „Das sind normale Verschleißerscheinungen. Nach vielen Jahrzehnten muss nachgestimmt werden. An einigen Stellen sind auch die Windladen undicht.“

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Weil sich die Sanierung finanziell im fünfstelligen Bereich bewege, musste eine Lösung zur Beschaffung des Geldes her. „Wir haben Fördermittel beantragt“, sagte Christian Otto. „Es gibt welche von der Landeskirche und vom Landratsamt Mittelsachsen zur Denkmalpflege.“ Den Fördertopf für Denkmäler soll es jedoch in den nächsten Jahren nicht mehr geben. Deshalb sei schnelles Handeln angebracht. Weil die Zusage für die Fördermittel noch fehlt, ist der Beginn der Sanierung noch unsicher. „Wir wollen nächstes Jahr anfangen“, sagte der 63-Jährige.

Eine weitere Geldquelle ist der Freundeskreis des Waldheimer Pädagogen Joseph Arthur Pfeifer. Neben den Mitgliedern dieser Gruppe gibt es einige Einzelspender. Gottfried Schlesier hat sie in ganz Deutschland gefunden. „Es sind Ärzte und Rechtsanwälte“, sagte er. Auch das Gemeindeamt Ziegra-Knobelsdorf hat 200 Euro gespendet. Weil die Fördergelder jedoch nur 60 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, muss die Gemeinde die restlichen 3500 Euro selbst aufbringen. Dafür dient auch ein weiteres Konzert im Dezember. (bs)