merken
PLUS

Meißen

Jetzt 42 Corona-Infizierte im Kreis Meißen

Die Anzahl der Feuerwehreinsätze hat sich halbiert. Rettungswagen fahren alle im geforderten Zeitlimit. Der Bedarf an Beratung steigt.

Im Landkreis werden weiter zahlreiche Verdachtsfälle auf das Coronavirus getestet. Bei 42 Personen fiel dieser Test bislang positiv aus. Sechs von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung.
Im Landkreis werden weiter zahlreiche Verdachtsfälle auf das Coronavirus getestet. Bei 42 Personen fiel dieser Test bislang positiv aus. Sechs von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung. © dpa

Meißen. Die Epidemie ist immer noch im Anfangsstadium. Diese These des Robert-Koch-Instituts  bestätigen auch Gesundheitsexperten im Landkreis Meißen. Amtsärztin Petra Albrecht erklärte am Donnerstag, dass der moderate Anstieg ein Erfolg der strikten Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverbote sei, aber auch kein Anlass zu neuer Sorglosigkeit. 

Derzeit gibt es im Landkreis Meißen 42 positiv auf Covid-19 getestete Patienten, sechs Erkrankte werden stationär behandelt, zum Teil auf der Intensivstation. 382 Menschen befinden sich in häuslicher Isolation. Das teilte das Landratsamt Meißen am Donnerstagmittag mit.

Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Der Vorstand der Elblandkliniken Frank Ohi: „Es wäre fatal anzunehmen, dass die aktuelle Entwicklung bereits ein Ende der Maßnahmen in Aussicht stellt, so sehr wir uns diese Freiheit auch wünschen. Solange es keinen Impfstoff gibt, gibt es auch keine Sicherheit vor dem Virus.“ 

Und so bereiten sich Kliniken, Rettungsdienste, Pflege- und Seniorenheime, die Verwaltung auf weit mehr Patienten auch in stationärer Betreuung vor. Es gibt allerdings auch positive Signale. Mehrere Personen konnten die häusliche Isolation gesund beenden.

66 Regelverstöße protokolliert

Wegen der Ausgangsbeschränkungen hat sich die Zahl der Feuerwehreinsätze im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte reduziert. Im März mussten die Wehren im Landkreis Meißen insgesamt zu 111 Einsätzen ausrücken, im März 2019 waren es über 220. Auch die Polizeieinsätze haben sich erheblich reduziert, sodass mehr Ressourcen für Alltagskontrollen verfügbar sind. 

Für den 25. März sind 66 Regelverstöße protokolliert, darunter unerlaubte Ladenöffnungen sowie Gruppenbildungen. Landrat Arndt Steinbach dankte der Polizei und forderte konsequente Strafen, wenn die Anordnungen der Allgemeinverfügung nicht befolgt würden.

Die Rettungsdienste halten trotz Corona ihre Hilfsfristen ein. „Am Mittwoch gab es sieben Corona-Einsätze“, sagte Amtsleiter Ronald Voigt. Bei jeder Fahrt sind Vorsicht und besonderer Schutz wichtig. Nach wie vor gibt es erhebliche Engpässe bei Schutzkleidung und Mundschutz. 

Der Leitende Notarzt Dr. Oliver Hensel hofft auf die versprochene Hilfe aus dem Bundesgesundheitsministerium. „Diese Sicherheitsvorkehrungen sind ein wesentlicher Teil der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schließlich geht es auch um Respekt gegenüber Menschen, die in diesen Tagen am Limit arbeiten.“

Aktuell steigt der Bedarf an Beratung zu Wirtschaftshilfen vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen. Eine Beratungsadresse ist hier die Wirtschaftsförderung Region Meißen (03521 476080). An der Hotline der Landkreisverwaltung (03521-7253435) werden vor allem Alltags- und medizinische Fragen beantwortet. Fragen zu Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten beantwortet die Hotline des sächsischen Sozialministeriums (0351 56455860). (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!