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Jetzt aber mal Nägel mit Köpfen!

über die Lücken bei der Trinkwasserversorgung

Thomas Staudt

Die Trinkwasserproblematik der Region ist zum Spielball von Konzernen, Verbänden, Verwaltungen und Ministerien geworden. Er wird locker von einem Feld ins andere gespielt. Jeder will den Punkt machen, keiner als Verlierer dastehen.

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Vattenfall glaubt, sich mit dem Zuschuss von fünf Millionen Euro von der Verpflichtung zur Mitfinanzierung einer neuen Trinkwasserleitung freigekauft zu haben. Sachsens Regierung verweist auf die Verantwortung der Kommunen und will die Kosten nicht übernehmen. Denn dann könnten andere Kommunen auf die Idee kommen, eine Gleichbehandlung zu fordern.

Die Stadtwerke Weißwasser heben die Hände und verweisen auf die Zuständigkeit des Zweckverbands. Dort ist man sich einig, dass man die Kosten für die neue Trinkwasserversorgung keinesfalls allein stemmen kann. Die Stadt Weißwasser will drohende Preissteigerungen vermeiden und stellt sich auf den Standpunkt: Ihr (die Staatsregierung) habt den Tagebau gewollt, jetzt müsst ihr für die Folgen grade stehen.

Die LMBV reagiert am liebsten noch nicht einmal auf Terminanfragen. Aber die Zeit für Spielchen ist vorbei. Jetzt gilt es, Nägel mit Köpfen zu machen. Sonst sitzt bald die ganze Region auf dem Trockenen oder geht in der Apotheke Trinkwasser einkaufe, wo es preiswerter ist.