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Jetzt aber los!

über die Petitionsübergabe

© Robert Michael

Britta Veltzke

Es reicht“, hat sich ein Vater gesagt und sich von Riesa aus in die Landeshauptstadt aufgemacht. In Dresden hat er gestern seine Petition übergeben, in der eindrücklich dargestellt ist, wie viele Stunden am Werner-Heisenberg-Gymnasium ausgefallen sind: über 20 Prozent im Februar – ein absoluter Spitzenwert in Sachsen. Das gesteht auch ein Sprecher des Kultusministeriums ein und spricht von einem „bedauerlichen Einzelfall“. Das zuständige Ministerium verweist darauf, dass der Ausfall schon einen Monat danach wieder gesunken sei. Das klingt fast so, als sei das hinnehmbar. Ist es aber nicht. Schon gar nicht in dieser Situation. In kaum einem anderen Land sind die Lehrer so alt wie in Sachsen. Macht die Staatsregierung so weiter, schafft sie den Generationswechsel in den Lehrerzimmern nicht. In den kommenden sechs Jahren gehen 8 000 Lehrer in Rente. Und Studenten zieht es nach dem Abschluss häufig in andere Bundesländer, in denen die Bedingungen im Referendariat besser sind und obendrein die Verbeamtung winkt. So wird Sachsen den Spitzenplatz beim Pisa-Test mit Sicherheit früher oder später los sein.

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