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Jetzt keine Angst mehr vor Isegrim

Wolfsbeauftragter erzählt den Schülern der Grundschule Hohendubrau alles Wissenswerte über den Lausitzer Wolf.

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Von Bernhard Donke

„Ich habe noch ganz schön dazu gelernt und weiß jetzt mehr über den Wolf“, sagt Marcel Riese aus der vierten Klasse der Grundschule Hohendubrau in Gebelzig. Er und seine Mitschüler hatten sich den sehr interessanten Vortrag über den Lausitzer Wolf vom Wolfsexperten im Biosphärenreservat der Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft, André Klingenberger, angehört. Susanne Müller und Katja Hädicke von der Abteilung Umwelt im Biosphärenreservat, die beide den Gruppennachmittag in der Arbeitsgemeinschaft leiteten, hatten sich den Wolfexperten nach Gebelzig eingeladen.

André Klingenberger verstand es sehr gut, die Problematik „Wolf“ den Schülern zu vermitteln. Fachlich genau, und vor allem für die Kinder sehr verständlich, zeigte er, wie der Wolf seit seiner ersten Sichtung zu Beginn des 21.Jahrhunderts hier in der Lausitzer Region lebt, sich ernährt und vermehrt. Welche Spuren er hinterlässt und wie er sich den örtlichen Begebenheiten in seiner alten neuen Heimat angepasst hat, erfuhren die Grundschüler ebenso. Dabei verschwieg er auch nicht, dass mit der Ansiedlung Isegrims uralte Ängste bei den Menschen aufkamen. Probleme, die nur gemeinsam mit dem Wolf, den Wolfexperten und den Einwohnern hier zu lösen sind.

Mit Fragen bezog der Wolfsexperte die interessiert zuhörenden Kinder mit in seinen Vortrag ein.Was die Kinder dabei über den von den Erwachsenen mitunter auch oft verteufelten Wolf zu hören und zu sehen bekamen, machte sie dann auch schon mal etwas nachdenklich. Was schließlich Fritz Riedel zu der Meinung veranlasste: „Über das, was wir vom Wolf zu hören bekamen, reden die Erwachsenen ja kaum. Das der Wolf bei uns seine Heimat gefunden hat, hat ja auch seine guten Seiten, wie wir hörten.“