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Riesa

Jetzt schlägt die Stunde der Schiffe

Teile des öffentlichen Lebens kommen zum Erliegen - aber nicht am Riesaer Hafen.

Am Riesaer Hafen gibt es jetzt wieder viel zu tun.
Am Riesaer Hafen gibt es jetzt wieder viel zu tun. © Sebastian Schultz

Dresden/Riesa. Im Riesaer Hafen und in den anderen Standorten der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) herrscht derzeit Hochbetrieb. "Ziel ist es, die wegfallenden Transportwege aufgrund der Corona-Krise teilweise zu kompensieren", teilt das landeseigene Unternehmen mit.

Gleichzeitig wolle man den angesiedelten Unternehmen mit mehr als 1.500 Mitarbeitern die nötige Unterstützung und Sicherheit für die anstehenden Probleme geben. Dafür habe man bei der SBO umfangreiche Maßnahmen getroffen.

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Nachdem monatelang wegen der Trockenheit kein Schiff auf der Elbe fahren konnte, gibt es derzeit verstärkt Schiffstransporte  - auch zwischen Tschechien und Deutschland -,  um die Versorgung stabil zu halten. 

So haben allein am Donnerstag im Hafen Riesa fünf Schiffe auf ihre Be- und Entladung mit Getreide, Containern und Düngemitteln gewartet. Die Containerversorgung der Unternehmen über den Standort Riesa werde vollumfänglich sichergestellt, so die SBO.

Ungewohnte Perspektive: Dieser Kran prägt das Stadtbild von Gröba.
Ungewohnte Perspektive: Dieser Kran prägt das Stadtbild von Gröba. © Lutz Weidler

Die unternehmenseigene Lkw-Flotte sei rund um die Uhr im Einsatz, um entstehende Engpässe in der Ver- und Entsorgung der Industrie und dem Handel zu minimieren. "Dafür sind die Fahrzeuge mittlerweile auch direkt in Richtung Seehäfen unterwegs", so die SBO. 

Gleichzeitig herrsche im Containerservice- und Instandsetzungsbereich im Hafen Riesa Hochbetrieb, da die Handelsunternehmen dringend Wechselbehälter für den Transport von Waren benötigen. Dabei arbeitet die SBO in Sachsen mit dem Unternehmen Seaco zusammen.

Das alles erfolge vor allem unter der Prämisse, dass die Mitarbeiter möglichst geschützt bleiben - damit sie auch künftig ihre Aufgaben erledigen können. "Auch hier wurden besondere Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen", so das Unternehmen.

Ausgangssperre im Nachbarland

Noch herausfordernder als in Riesa sei die Lage in den tschechischen Häfen: Dort gilt eine generelle Ausgangssperre, was besondere Maßnahmen erfordere. 

"Alle tschechischen Kollegen sind ausnahmslos im Einsatz und sorgen mit dem Umschlag und der Verladung von Getreide, Düngemitteln, Kohle, Asphalt und Produkten für die Fahrzeugindustrie dafür, dass die Transportströme sowohl in Tschechien als auch Richtung Deutschland funktionieren können", so die SBO.

SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff (r.) bei einem Gespräch mit dem Chef der CDU-Landtagsfraktion, Michael Hartmann, in der Riesaer Container-Servicehalle.
SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff (r.) bei einem Gespräch mit dem Chef der CDU-Landtagsfraktion, Michael Hartmann, in der Riesaer Container-Servicehalle. ©  Archiv/Sebastian Schultz

Selbst im Industriehafen Roßlau, wo derzeit eigentlich gebaut wird, müsse man aktuell dringend benötigte Materialien für den Stahlbau und die Nahrungsmittelindustrie umschlagen, um Transportengpässe abzubauen.

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„Wir werden uns den Herausforderungen stellen und damit unseren Beitrag, der sicherlich im Vergleich zu den hohen Herausforderungen im medizinischen Bereich eher klein ist, leisten und gemeinsam mit unseren Mitarbeitern ein Stückchen zur Bewältigung der Aufgaben beitragen“, sagt SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff. (SZ)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.