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Weißwasser

Jetzt sind auch die Außenanlagen schick

Bauseitig fertig ist nun das neue deutsch-sorbische Schulzentrum in Schleife. Auf die Gemeinde wartet ein intensiver Endspurt.

Schüler der 10. Klasse nutzen während der Pausen gern den Basketballkorb im Hof des neuen deutsch-sorbischen Schulzentrums.
Schüler der 10. Klasse nutzen während der Pausen gern den Basketballkorb im Hof des neuen deutsch-sorbischen Schulzentrums. © Joachim Rehle

Je mehr Normalität in das öffentliche Leben einkehrt, umso besser werden die Außenanlagen im neuen deutsch-sorbischen Schulkomplex in Schleife genutzt. Das machten auch die Aussagen des Bauamtsleiters in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Seit der Grundsteinlegung am 21. Oktober 2017 hatte Steffen Seidlich die gesamte Bauzeit hinweg den Räten in jeder Sitzung über den Stand der Dinge berichtet.

Das Faustballfeld und die restlichen Grünanlagen sind eingesät und werden immer grüner. Die Beregnungsanlage ist inzwischen in Betrieb. Die Sitzmöbel vom alten Hof der Oberschule fanden im Außengelände des neuen Schulzentrums ihren Platz. Auch die Tischtennisplatte wurde aus der alten Schule umgesetzt. Das Trampolin ist noch nicht eingebaut, da wegen neuer Gesetzlichkeiten die alten Fallschutzmatten nicht mehr ausreichten. Neue Matten sind zwar bestellt, aber noch nicht geliefert. Ein neuer Basketballkorb wurde auf dem Schulhof aufgestellt. Basketball kann mit Softbällen gespielt werden. Nach Abstimmung mit den Lehrern können sich die Schüler an den Sportgeräten im Schulhof betätigen. Allerdings – und das konnte niemand bei der Planung ahnen – sind dabei selbstverständlich Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

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Auch der Spielplatz vor dem Eingang zur Grundschule wird sehr gut angenommen. Der Hort hat das kleine Wäldchen neben dem Schulkomplex für sich entdeckt. Dort sollte eigentlich ein Waldlabor entstehen. Die Kinder gehen jedenfalls gerne hin.

Indes hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats Schleife in seiner Sitzung am Donnerstag die 3. Nachtragsvereinbarung zum Neubau des Schulkomplexes beschlossen. Dabei handelt es sich um die von der Firma Nadebor Tief- und Landeskulturbau GmbH hergestellten Außenanlagen. „Bei der Größe eines solchen Vorhabens gibt es immer mal etwas, was das Planungsbüro nicht eingerechnet hat“, so Steffen Seidlich – die sogenannten „Sowieso-Kosten“. Als Beispiele nannte er Dunstabzugshauben für Abwasserschächte, den Graffitischutz und Markierungsarbeiten am Parkplatz, um die Sicherheit für die Kinder zu erhöhen. Hinzu kämen viele Kleinarbeiten, deren Notwendigkeit sich erst während des Baus herausgestellt habe. Für alles zusammen entstanden Kosten von 36.800 Euro. Dafür sei an anderer Stelle manches weggefallen. „Trotz dieses Nachtrags liegen wir insgesamt unter der Kostenrechnung von 2017“, erklärte der Bauamtsleiter. Einstimmig befürwortete der Technische Ausschuss die Nachtragsvereinbarung.

Abrechnungsmarathon abzuarbeiten

Bereits in der Woche zuvor war der Gemeinderat darüber informiert worden, dass der Schulkomplex „jetzt bauseitig fertig“ ist. Seit 24. Februar wird er von Schülern und Lehrern genutzt. In der Zeit, während derer Grund- und Oberschule wegen der Corona-Schutzverordnung ganz geschlossen oder nur anteilig besetzt waren, habe man noch Restarbeiten erledigt.

Jetzt steckt die Verwaltung mitten in den Abrechnungen. Gut 95 Prozent der Schlussrechnungen liegen vor. Zusammen mit dem Projektsteuerer bereite man die letzte Mittelanforderung bei der Sächsischen Aufbaubank vor, die bis September 2020 eingereicht werden muss.

Alles in allem hat der Komplex, bestehend aus Grund- und Oberschule, Hort und Turnhalle, 24 Millionen Euro gekostet; acht Millionen Euro steuerte der Freistaat bei. Den Löwenanteil aber finanzierte die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag). Hinzu kommen weitere zwei Millionen Euro für Lärmschutzwand, Rodelberg, Fahrradweg und anderes. Mehr als 50 Lose waren für das Großprojekt ausgeschrieben.

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