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Jugend hofft, dass Stress bald vorbei ist

Junge Leute in Kleinopitz warten auf eigenen Raum im Dorfhaus.

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Von Peter Hilbert

Sindy Schiffel ist voller Hoffnung. Die 16-jährige Kleinopitzerin ist zuversichtlich, dass die Dorfjugend bald ein festes Domizil hat. „Wo wir uns bisher getroffen haben, hatten wir oft Stress mit den Anwohnern“, schildert sie ihre Erfahrungen. Der jetzige Treff ist in einem Schuppen hinter dem Kriegerdenkmal. Doch bald soll ein Dorfgemeinschaftshaus stehen (die SZ berichtete am 8. Juni), an dem die Kleinopitzer Jugend nicht ganz unbeteiligt ist. Denn sie hatte sich am Landesjugendwettbewerb „Nischt los im Dorf“ beteiligt. Und gewonnen. Nun fließen die Fördermittel.

Heimatfreunde und Jugend können es nun kaum noch erwarten, dass der Bau beginnt. „Alle, die beim Projekt mitgemacht haben, werden ihren Platz finden“, versichert Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Es habe viele Abstimmungen gegeben, wie das Haus gebaut wird. 200 000 Euro soll es kosten. Die Aufträge sind vergeben, so dass der Bau bald beginnt. Rother hofft, dass Ende dieses Jahres Einzug gefeiert werden kann.

Errichtet wird das Haus hinter dem alten Kulturhaus. Dort hat die Mutter von Sindy, Andrea Schiffel, ihr Wirkungsfeld. Zumindest in der Freizeit. Sie arbeitet im Karnevalsverein mit, der dort sein Domizil hat. Der Verein stellt viele Veranstaltungen auf die Beine und hofft, von der Gemeinde per Erbpacht das Kulturhaus zu bekommen, das jetzt noch die 77-jährige Gastwirtin Hannchen Walther betreibt.

Die Option habe der Verein schon seit Ende 2002, reagiert Rother. Ein schlüssiges Konzept liege aber bislang nicht vor. Deshalb favorisiert er jetzt den Abschluss eines normalen Pachtvertrages.