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Jugendfeuerwehr übt das Retten in Göhlis

Am Sonnabendnachmittag gegen 14 Uhr wurden zwei Feuerwehrfahrzeuge, ein Rettungswagen und ein Hubschrauber zu einem Unfall am Verkehrslandeplatz Riesa-Göhlis gerufen. Ein Transporter und ein Pkw waren zusammengestoßen, es gab mehrere Verletzte, hieß es.

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Von Julia Polony

Am Sonnabendnachmittag gegen 14 Uhr wurden zwei Feuerwehrfahrzeuge, ein Rettungswagen und ein Hubschrauber zu einem Unfall am Verkehrslandeplatz Riesa-Göhlis gerufen. Ein Transporter und ein Pkw waren zusammengestoßen, es gab mehrere Verletzte, hieß es.

Zum Glück handelte es sich bei dem Einsatz nur um eine Übung, initiiert vom Riesaer Jugendwart Torsten Gudat. Zusätzliche Unterstützung bekam er vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Bundeswehr, die mit einem Rettungshubschrauber aus dem brandenburgischen Holzdorf nach Riesa kamen.

Insgesamt 14 Kinder der Jugendfeuerwehren Riesa und dem vogtländischen Markneukirchen sowie deren Betreuer nahmen an der Übung teil. Gruppenführer und damit diejenige, die für den reibungslosen Ablauf der Übung die Verantwortung hatte, war die 17-jährige Kathleen Heide. Seit fünf Jahren ist sie bei der Riesaer Feuerwehr, seit zwei Jahren im aktiven Dienst.

Mit kurzen, präzisen Anweisungen verteilt sie die Aufgaben an ihr Team, das aus Acht- bis 16-Jährigen besteht. Während die einen Schläuche ausrollen, um das simulierte Feuer zu löschen, kümmern sich die anderen um die Verletzten, die von älteren Kameraden gespielt werden.

Rettungsassistent Steffen Weidner erklärt den jungen Feuerwehrmitgliedern, wie sie Personen am schnellsten aus den Fahrzeugen retten, auf die Trage legen und medizinisch versorgen. Ein Unfallopfer bekommt den Arm geschient, ein anderes eine Art Halskrause, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Während die einen noch unsicher die Szene beobachten, packen andere schon tatkräftig zu.

Hubschrauber beeindruckt

Dann kreist der Hubschrauber der Bundeswehr über den Köpfen der jungen Helfer und landet neben der Unfallstelle.

Von dem großen Hubschrauber beeindruckt, vergessen einige für kurze Zeit ihre Opfer, schauen staunend, wie Pilot, Techniker und Sanitäter aussteigen. Mit der Rettung der Verletzten und der ersten medizinischen Hilfe ist die Übung abgeschlossen. Nun wird die Crew von den Kleinen mit Fragen zum Hubschrauber und ihrer Arbeit gelöchert – und sie gibt gern Auskunft.

Gruppenführerin Kathleen Heide ist zufrieden mit dem Ablauf: „Dafür, dass es für einige die allererste Übung ist, klappt es ganz gut.“ Trotzdem müssen sie noch viel lernen, ehe sie gemeinsam mit Rettungsdiensten perfekt zusammenarbeiten und Personen aus echten Notsituationen befreien können.