SZ +
Merken

Jugendhaus Pixel jetzt geschlossen

Das Jugendhaus ist marode, der Brandschutz veraltet. Deshalb wurde es dichtgemacht. Eine Alternative gibt es noch nicht.

Teilen
Folgen

Von Nora Domschke

Prohlis kämpft derzeit mit den Sparplänen der Stadt. Nun musste auch das längst baufällige Jugendhaus Pixel in der Elsterwerdaer Straße geschlossen werden. Dabei spielte auch die Sicherheit eine entscheidende Rolle, denn der Brandschutz war veraltet. Weil die Stadt aber kein Geld mehr in die Instandsetzung des Jugendhauses investieren wollte, wurde es jetzt kurzerhand dichtgemacht.

Dadurch fallen nun weitere pädagogische Angebote für die Kinder und Jugendlichen des Stadtteils weg. Davon sind unter anderem der Computertreff und die Kurse im Bewegungs- und Tanzraum betroffen, auch die Hausaufgabenbetreuung kann nicht wie gewohnt stattfinden. Ein herber Einschnitt für die Jugendarbeit im sozialen Brennpunkt Prohlis, sagt Jugendhaus-Mitarbeiter Matthias Wehrmann. Er arbeitet für die Stadtmission der Dresdner Diakonie, die das Haus betreibt. Derzeit darf in der Elsterwerdaer Straße nur der Außenbereich mit dem Abenteuerspielplatz des Jugendhauses genutzt werden. Dafür sind zumindest die Toiletten im Keller des Gebäudes zugänglich. Geöffnet ist von Montag bis Freitag ab 14 Uhr. Mehr als 50 Kinder und Jugendliche nutzen täglich dieses Angebot.

Für sie soll es bald eine Übergangslösung geben. Gegenüber des Jugendhauses stehen dafür zwei Gagfah-Wohnungen im Erdgeschoss eines Plattenbaus zur Verfügung. Doch die Diakonie benötigt für die neue Nutzung eine Genehmigung der Stadt. „Wir haben den Bauantrag jetzt eingereicht“, sagt Peter Kühn, Bereichsleiter der Stadtmission. Langfristig soll das Pixel einen Ersatzneubau an der Stelle des alten Gebäudes bekommen. Dafür muss der Altbau zunächst abgerissen werden, wann das geschieht, ist derzeit noch offen. (noa)