merken
PLUS

Hoyerswerda

„Jung und Alt sind keine Gegensätzlichkeiten“

Hoyerswerdas Seniorenbeirats-Chefin zog im Stadtrat eine kurze Bilanz zu dessen Wirken seit dem Jahr 2014.

Gabriele Mark mit der Vorsitzenden des Jugendstadtrates, Marija Skvoznikova und Kevin Stanulla vom Nachbarschaftshilfeverein.
Gabriele Mark mit der Vorsitzenden des Jugendstadtrates, Marija Skvoznikova und Kevin Stanulla vom Nachbarschaftshilfeverein. © privat

Zufrieden ist die Vorsitzende des Hoyerswerdaer Seniorenbeirates mit der Zusammenarbeit mit der Stadt. 

Gabriele Mark wies jetzt bei einer Art Rechenschaftsbericht im Stadtrat unter anderem auf Büro und Technik hin, die im Neuen Rathaus zur Verfügung stehen: „So etwas ist längst nicht überall üblich.“ Hoyerswerda habe Bürgermeister, die sich diesbezüglich ihrer Verantwortung bewusst seien.

Anzeige
Der perfekte Ort für (D)eine Ausbildung!

Das Autohaus Dresden bildet sowohl kaufmännisch als auch handwerklich aus - und kümmert sich im besonderen Maße um seine Schützlinge.

Der Seniorenbeirat ist offiziell ein Gremium, das den Stadtrat berät. Gabriele Mark gab ihren Bericht daher bezogen auf die zu Ende gehende Wahlperiode. Wie sie sagte, halte man im Schnitt einmal im Monat Beratungen ab. Man sei zum Beispiel aktiv geworden bei Forderungen zur letztlich auch umgesetzten Erneuerung eines Gehweges am Laurentius-Haus im WK X oder bezüglich der noch ausstehenden Lösung der Zugänglichkeitsprobleme zu den Bahnsteigen am Bahnhof für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Zudem lädt der Seniorenbeirat regelmäßig zu Veranstaltungen ein, meist mit Kooperationspartnern. Als Beispiele nannte die Vorsitzende die zusammen mit der Verkehrsgesellschaft VGH organisierte Reihe „Rollatoren-Trainings“ oder Informationsangebote zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen in Zusammenarbeit mit Juristen. Gemeinsam mit dem Nachbarschaftshilfeverein (NHV) und dem Jugendstadtrat hat der Seniorenbeirat die sogenannte Taschengeldbörse ins Leben gerufen, über die Jugendliche Hilfsdienstleistungen für ältere Hoyerswerdaer anbieten. Das Projekt war jüngst mit dem Generationenpreis des Landes Sachsen ausgezeichnet worden.

Wie NHV-Chef Kevin Stanulla mitteilt, gab es just am Nachmittag vor Gabriele Marks Auftritt im Stadtrat ein Treffen mit ihr und der Jugendstadtratsvorsitzenden Marija Skvoznikova. Man habe über die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 5 000 Euro beraten. Während 60 Prozent der Summe beim Jugendstadtrat verbleiben, erhalten NHV und Seniorenbeirat je 20 Prozent. Laut Stanulla ging die Bewerbung um den Preis von Gabriele Mark aus. Diese sagte im Stadtrat, das Angebot zeige, „dass Jung und Alt keine Gegensätzlichkeiten sind, sondern einander bedingen“.

Der Seniorenbeirat präsentiert seine Aktivitäten auch bei Veranstaltungen wie dem Markt der Möglichkeiten, beim Tag der offenen Tür im Lausitzer Seenland-Klinikum oder im Juni des vorigen Jahres auf dem „Boulevard Kirchstraße“.

Alle zwei Jahre bietet der Seniorenbeirat gemeinsam mit Partnern wie der Stadt, dem NHV oder den Sozialverbänden VdK und Volkssolidarität Seniorentage mit einem umfangreichen Informationsangebot an, zuletzt im März im Bürgerzentrum. Die Resonanz hat die Organisatoren gefreut. „Wir sind alle stolz und glücklich, dass der Tag so gut gelaufen ist und dass er so gut angenommen wurde", so Gabriele Mark.