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Junge Experten programmieren für die Wirtschaft

Das Schülerrechenzentrum stellt seine neuesten Projekte vor. Einige davon werden sogar in Unternehmen eingesetzt.

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Von Jonas Paul Schreiber

Für viele Firmen wird die richtige Computersoftware immer wichtiger. Dabei helfen ihnen die Kursteilnehmer am Schülerrechenzentrum der TU Dresden. In den Computerkabinetten des Gymnasiums Bürgerwiese arbeiten alle Schüler während des Schuljahres an ihren eigenen Projekten – einige von ihnen kooperieren dafür sogar mit Unternehmen aus der Umgebung von Dresden. Die jungen Programmierer konzipieren und erstellen für die Firmen Software, die konkrete Probleme lösen soll. Dieses Jahr entstand unter anderem ein Programm, mit dem man Dateien innerhalb eines Unternehmens an die Mitarbeiter verteilen kann. „Das Schöne ist, dass die Firmen die Programme auch wirklich nutzen“, sagt Steffi Heinicke. Sie ist pädagogische Mitarbeiterin im Fachbereich Informatik des Schülerrechenzentrums. Die Projekte sollen die Schüler motivieren Kursinhalte anzuwenden und selbstständig zu arbeiten, sagt Heinicke. Die Kursprojekte wurden jetzt fertiggestellt. Deshalb laden die jungen Informatiker und Elektroniker an diesem Freitag zum jährlichen Tag der offenen Tür in der Einrichtung ein. Ab 17 Uhr können Interessierte einen Einblick in die Arbeit der Schüler erhalten. Die Projekte werden dann nicht nur vorgestellt, sondern auch die besten Arbeiten prämiert. Daneben können die neuen Räumlichkeiten im Gymnasium Bürgerwiese besichtigt werden, die in diesem Schuljahr bezogen wurden. Mitarbeiter und Schüler beantworten Fragen.

Die Nachfrage nach den Kursen des Schülerrechenzentrums der TU Dresden ist hoch. Im letzten Schuljahr nahmen 140 Schüler an diesen teil. Die Mädchen und Jungen können hier ihr Wissen in Informatik und Elektronik vertiefen und anwenden. Die Kurse werden für Schüler ab Klasse 5 empfohlen. Besonders talentierter Nachwuchs kann sich aber auch schon früher melden. Für die Kurse im neuen Schuljahr beginnt die Anmeldephase am 1. September. Bis zum 3. September können sich Interessierte in den Räumen des Schülerrechenzentrums oder auch telefonisch jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr anmelden. Ein besonderer Höhepunkt im nächsten Jahr wird ein Kurs in 3-D-Modellierung sein. Für diesen wurde extra ein 3-D-Drucker angeschafft. Damit können am Computer entworfene Objekte in einem neuen Verfahren schichtweise hergestellt, quasi ausgedruckt werden.