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Junge Leute sollen neue Impulse setzen

Für den neuen Ortschaftsrat gibt es viel zu tun, um den Gemeinderat zu unterstützen.

Von Holger Gutte

Einen neuen Schub für Großschönaus Ortsteil Waltersdorf erhofft sich Ortsvorsteherin Karin Szalai (Freie Wähler). Weil es nach einem Todesfall keinen Nachrücker gab, ist der Ortschaftsrat zuletzt nicht voll besetzt gewesen. Jetzt gibt es wieder neun Räte. Aber das ist es nicht, wovon sie sich in erster Linie neue Impulse für Waltersdorf erhofft. „Ich freue mich, dass junge Leute kandidiert haben.“ Zwei für die Wählervereinigung der Feuerwehr und einer für die CDU haben es geschafft. Da es noch mehr Bewerber gab, ist es für die Ortsvorsteherin ein gutes Zeichen dafür, dass es in Waltersdorf auch künftig einen Ortschaftsrat geben wird. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Orte haben keine mehr“, sagt sie. In Waltersdorf würden jetzt die jungen Räte sicherlich neue Gedanken mit in die kommunalpolitische Arbeit einbringen.

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„Es ist einfacher im Ortschaftsrat die Meinung der Leute im Ort zu hören, als im großen Gemeinderat. Dort haben wir dann die Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen“, erklärt sie. Immerhin sind fünf Waltersdorfer in dem Gremium vertreten.

Karin Szalai sieht für die neue Legislaturperiode mehrere Schwerpunkte. Erstes Ziel soll es jetzt sein, den nächsten Schritt für den Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu gehen. Wichtig sei dafür auch die Waldwege in und um Waltersdorf besser in Ordnung zu bringen. „Das ist unser Hab und Gut, um den Ort für den Tourismus attraktiv zu machen“, sagt sie. Und bis zum Herbst müsse das erledigt sein.

„Außerdem müssen wir nach 20 Jahren endlich die August-Bebel-Straße als Bauland ausweisen, um jungen Familien im Ort schöne Grundstücke anbieten zu können“, so Frau Szalai. Bisher sind nur Sondergenehmigungen erteilt worden. Das sei noch ein Überbleibsel aus der „Laufer-Ära“. Wichtig ist auch der Erhalt der Grundschule. Für Karin Szalai gibt es für die Einrichtung nur eine Zukunft, wenn sie zur Außenstelle der Großschönauer Grundschule werden könnte. Ein Kompromiss sollte im Ort für die Sonnenwendfeier gefunden werden. Seit 1932 ist sie auf der Sängerhöhe gewesen, in den letzten Jahren auch hinter dem Kretscham. Für die Ortsvorsteherin wäre im Naturparkgarten ein guter Kompromiss. Die Einwohner könnten sich hier bei einem Dorffest zusammenfinden und miteinander feiern. Unbedingt beschäftigen müssen sich die Ortschaftsräte in den nächsten Jahren mit der Waldbühne in Neu Sorge. Der in den 1990er Jahren gebaute Neubau ist marode, hat keine Rückwand und keine Akustik. Und die Gestaltung des Lauschegipfels steht ebenfalls an.

Am 16. Juli wird aber erst einmal ein neuer Ortsvorsteher/in gewählt.

Ortschaftsrat Waltersdorf: Wählervereinigung FFW: Karin Szalai; Steffen Otto; Frank Feurich; Hannelore Buttig; Silke Piwko; Grit Heidenreich; SPD: Frank Kasper; Torsten Hänsch; CDU: Henry Wessel