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Junge Truppe bläst bei der Jagd das Halali

Wilthen. Vor 20 Jahren gründete sich in derOberlandstadt eineJagdhornbläser-Gruppe.

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Von Carmen Schumann

Trotz des vorbelasteten Datums war die Gründung der Jagdhornbläsergruppe Wilthen am 11. November 1985 kein Scherz. Die Jagdgesellschaft Oberland hatte angeregt, eine solche Bläservereinigung ins Leben zu rufen und setzte dabei ganz auf Jugendliche im Alter zwischen zehn und dreizehn Jahren. So kommt es, dass heute – 20 Jahre später – die Wilthener Jagdhornbläser immer noch eine recht junge Truppe sind. Johannes Kühnel, Andreas Stettner, Heiko Frank und Sven Teichert waren die ersten Bläser. Ein Jahr später gesellten sich Ina Schicktanz und Henri Dutschmann dazu. Die sechs bilden auch heute noch den „harten Kern“. „Mehr als acht waren wir nie“, berichtet Henri Dutschmann.“ Zwischendurch hätte schon mal der eine oder andere reingeschnuppert, der dann wieder abgesprungen sei. Doch unter den Mitgliedern besteht ein fester Zusammenhalt und Spaß an der Sache. „Man muss Spaß dabei haben, sonst gibt man auf“, sagt Ina Schicktanz. „Und ohne die wöchentlichen Übungsstunden wird es nichts.“ Jeden Sonntag um elf wird bei Dutschmanns geprobt; bei schönem Wetter auch im Garten. Erfreulicherweise hat sich noch nie ein Nachbar beschwert – im Gegenteil: „Ihnen gefällt unsere Musik“, sagt Henri Dutschmann.

Ihre Hörner lassen die Wilthener Bläser traditionsgemäß zum Sommerfest der Wilthener Heimatfreunde erschallen, so auch am vergangenen Sonntag. Bei Jagden blasen sie den Anfang und das Ende ein. Und während der Hubertusmesse im Herbst in der Gaußiger Kirche vereinigen sie sich mit den anderen Jagdhornbläsergruppen des Landkreises, denen aus Gaußig und Neschwitz. Aber auch beim alljährlichen Tag der Vereine in Bautzen und bei den Kreisjägertagen treten die Wilthener auf.

Vier der Mitglieder, die als Jugendliche bei Jagden nur als Treiber in Aktion treten durften, haben vor zehn Jahren auch selbst die Jagdprüfung abgelegt. „Von Seiten unserer Eltern waren wir in dieser Hinsicht jedoch nicht vorbelastet“, sagt Henri Dutschmann. Damals bekamen sie von Prof. Dieter Rost von der Weiterbildungakademie Crostau neue Instrumente und ihre feschen grünen Röcke gesponsert.