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Junge Tüftler bauen sparsames Notstromaggregat

Die Schiller-Gymnasiasten sind Sieger des Wettbewerbs „Energiesparfüchse gesucht“. Auch wenn nicht alle Ziele erreicht wurden.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Die vier Schüler des Schiller-Gymnasiums müssen schmunzeln, wenn sie daran zurückdenken, wie es mit dem Projekt anfing: „Eines Tages brachte unser Lehrer Andreas Samuel vom Schrottplatz ein kaputtes Notstromaggregat mit“, erzählt Andreas Hentschel. Zwei Jahre ist das jetzt her. Nun steht das Notstromaggregat in einer Vitrine im Kornmarkt-Center und zeugt dort vom Erfindungsreichtum von Andreas Hentschel und seinen Mitschülern Robin Henke, Jonas Schmidt, Jan Gabriel, Leah Bennertz und Richard Kunz.

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Die beiden Letztgenannten konnten gestern bei der Auszeichnung der Sieger allerdings die Trophäe nicht mit entgegennehmen. Das sechsköpfige Team, das in seiner Freizeit im Zuseum werkelt, konnte beim Wettbewerb „Energiesparfüchse gesucht“ den Wanderpokal für den aktivsten Teilnehmer entgegennehmen. Der Pokal hat die Gestalt einer überdimensionalen Glühbirne. In deren Sockel sind schon die Namen etlicher Schülergruppen eingraviert, denn der von der Stadtverwaltung, den Energie- und Wasserwerken und dem Technologieförderverein ausgelobte Wettbewerb fand schon zum sechsten Mal statt.

Die siegreichen Schiller-Schüler, die sich jeden Freitag im Zuseum treffen, um an verschiedenen Projekten zu arbeiten, haben das Notstromaggregat vom Schrottplatz nicht nur repariert, sondern umgebaut. Ziel war es nämlich, das Aggregat von Benzin- auf Gasbetrieb umzustellen, um damit umweltschonende Effekte zu erzielen. „Wir richteten das Notstromaggregat so her, dass es mit Propangas betrieben werden kann“, sagt Andreas Hentschel. Dabei musste der Motor derart umgebaut werden, dass er das Gas ansaugt. Das heißt, die Funktion des ursprünglich benzingetriebenen Geräts wurde umgekehrt.

Neben den konstruktiven Arbeiten wollten die Schüler aber auch mit einer Dokumentation den Nachweis erbringen, dass das mit Gas betriebene Notstromaggregat umweltfreundlicher ist, als das benzingetriebene. „Dabei mussten wir feststellen, dass es beim Kohlendioxidausstoß keinen Unterschied gibt“, sagt Andreas Hentschel. Aber immerhin sei die Feinstaub- und die Schwefel-Emission geringer.

Das Notstromaggregat wird künftig im Spielmobil des Zuseums mitgeführt. Es sorgt dafür, dass das Spielmobil auch an Plätzen genutzt werden kann, an denen kein Stromanschluss vorhanden ist.