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Junger Görlitzer siegt im Informatikwettbewerb

Der Neuntklässler aus der Melanchthonschule hat mehr Punkte erzielt als alle anderen Lausitzer Schüler in seiner Jahrgangsstufe.

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Von Ingo Kramer

Am Rechner aufgewachsen ist Felix Handke nicht. „In der Grundschule habe ich mich nicht besonders für Computer interessiert“, sagt der 15-Jährige, der an der Görlitzer Melanchthon-Mittelschule die neunte Klasse besucht. Geändert hat sich das, als in der fünften Klasse der Informatik-Unterricht begann. Die Arbeit mit Word und Exel hat ihm Spaß gemacht und als es in der achten Klasse mit dem Programmieren los ging, war er schon einen Schritt weiter: Zu Hause hatte er selbstständig ein Spiel programmiert.

Jetzt, in der neunten Klasse, hat Felix Handke in seiner Jahrgangsstufe und Schulart lausitzweit den ersten Platz im sächsischen Informatikwettbewerb belegt. Dafür musste er in anwendungsorientierten Aufgaben Punkte sammeln. In Kamenz wurde er kürzlich ausgezeichnet und hat neben einer Urkunde auch einen Drucker und einen USB-Stick gewonnen. Außerdem steht fest, dass er sachsenweit unter den besten drei, vielleicht sogar der Beste ist. Das erfährt er am 6. Juni bei der Auszeichnungsveranstaltung in Leipzig, für die er eine Einladung erhalten hat.

Das macht nicht nur den cleveren Schüler, sondern auch seine Informatiklehrerin Ramona Vorwerk stolz. Die hat sich als Lehrerin an der damaligen Mittelschule See mit mehreren Klassen am sächsischen Informatikwettbewerb beteiligt. „Einen Schüler, der es sachsenweit unter die besten drei geschafft hat, hatte ich aber noch nie“, erzählt sie. Mit der Melanchthonschule nimmt sie zum ersten Mal teil.

Für Felix Handke ist Informatik neben Mathe und Chemie nur eines von drei Lieblingsfächern. Er steht in allen drei Fächern auf „eins“ und somit ist für ihn klar, dass er nach dem Abschluss gleich sein Abitur dranhängt und dann – möglichst in Sachsen – Informatik studiert. Danach will er gern Spiele programmieren: „Das macht am meisten Spaß, denn man sieht hinterher, was man erreicht hat.“ Trotzdem ist der Rechner nach wie vor nicht sein ein und alles: Nur eine Stunde sitzt er täglich dahinter.