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Junger Theologe betreut Patienten

Manuel Henning ist erst 30 Jahre alt. In der Klinikseelsorge fand er seine Berufung.

Von Raphael Schmidt

Kaum hatte er seine Arbeit als Krankenhausseelsorger in Hoyerswerda angetreten, da hatte Manuel Henning auch schon seinen zweiten in Görlitz: Seit Anfang des Jahres betreut er am Städtischen Klinikum die Patienten, nachdem die langjährige katholische Seelsorgerin, Martina Theiner, verabschiedet worden war. Beide Halbtagsstellen fügen sich für den 30-Jährigen zu einer vollen zusammen.

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Nach dem Abitur absolvierte Manuel Henning ein sechsmonatiges Praktikum auf einer Intensivstation. Das brauchte er, um Medizin studieren zu können. „Dieses Studium habe ich nach einem Semester aufgegeben, es lag mir rein gar nicht.“ Dafür aber die Theologie. Über Fragen nachzudenken, die nicht eindeutig und schnell zu beantworten sind, das will er. So nimmt er 2006 in Erfurt das Theologie-Studium auf. Nach dem Vordiplom geht er ein Jahr nach Frankreich, studiert dort weiter und danach parallel zu Erfurt auch noch zwei Jahre Französisch in Jena. Hennings Ziel war es, Lehrer zu werden.

Die Medizin lässt ihn dennoch nicht los. Er pflegt Kranke auch während des Studiums. Nach dessen Ende arbeitet er in der ambulanten Pflege. Er will für die Menschen da sein: „Pflegen liegt mir und ich tue gleichzeitig etwas Gutes“, sagt er und sieht Klinikseelsorge als „meine Berufung“ an. Die wird auch am Görlitzer Klinikum geschätzt, wo es eine eigene Kapelle gibt und die Zusammenarbeit mit den evangelischen Seelsorgern eng ist. Sein Lieblings-Kirchenlied ist für Hennings Arbeit zugleich auch Maßstab: „Wer seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“ Von diesem Segen will Henning möglichst viel an die Menschen im Klinikum Görlitz weitergeben, auch wenn sie sich krankheitsbedingt in schwierigen Situationen befinden.