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Juni zwischen Bodenfrost und Tropentag

Klingenberg. Der vergangene Monat war im Temperaturdurchschnitt der letzten 100 Jahre normal, wenn es auch beträchtliche Unterschiede zwischen Bodenfrost am 2. Juni und fast tropischen Werten am 21., 24. und 25. Juni mit 28 bis 30 Grad Celsius gab.

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Klingenberg. Der vergangene Monat war im Temperaturdurchschnitt der letzten 100 Jahre normal, wenn es auch beträchtliche Unterschiede zwischen Bodenfrost am 2. Juni und fast tropischen Werten am 21., 24. und 25. Juni mit 28 bis 30 Grad Celsius gab. Die Dekadenmittelwerte schwankten zwischen 11 Grad am Monatsanfang, 15 Grad in der Monatsmitte und 18 Grad am Monatsende.

Es wurden nur vier Sommertage verzeichnet. Die drei bis fünf Gewitter überraschten uns besonders in den Abend- und Nachtstunden. Die dabei herunterrauschenden Regengüsse ergaben jeweils 12 bis 30 mm und ließen stundenweise die Bäche ansteigen. Die Monatssumme betrug in Colmnitz 55 mm, in 600 m Höhe 75 mm, das entspricht 60 bis 80 Prozent der Normalmenge. Am Mittag des 7. Juni überdeckten weiße Frostgraupel den Boden. Niederschlag konnte je nach Höhenlage an zwölf bis 17 Tagen gemessen werden. Die Luftmassen zogen an acht Tagen aus West, an 14 Tagen aus Nordwest und Nord, an fünf Tagen aus südlichen Richtungen und an drei Tagen aus Ost zu uns.

In den letzten 100 Jahren war der Juni in 20 Jahren normal, in 27 Jahren um ca. ein Grad Celsius zu warm, in 26 Jahren um ca. ein Grad zu kühl. In den restlichen 27 Jahren gab es Werte außerhalb der genannten Bereiche, so 1917 mit 20,4 Grad oder 1923 mit 11,8 Grad.

In den letzten Jahren war der Juni 2001 um zwei Grad zu kühl, der Juni 2003 um 3,5 Grad zu warm. Im Jahre 1995 war der Juni mit 157 mm verregnet und im Jahre 2000 mit 24 mm extrem trocken. In Nordsachsen war die Trockenheit schon extrem und führte zu Ertragsausfällen bei Obst und Gemüse. (Fischer)