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Jury belohnt Leidenschaft und Fingerspitzengefühl

Über 150 Bauherren haben sich am Wettbewerb Ländliches Bauen beteiligt, 26 davon kamen aus Mittelsachsen.

Das Gästehaus "Zum Pfarrlehn" in Wendishain hat auf die Jury einen prägenden Eindruck hinterlassen.
Das Gästehaus "Zum Pfarrlehn" in Wendishain hat auf die Jury einen prägenden Eindruck hinterlassen. © Foto: Dietmar Thomas

Dresden/Hartha. An einem heißen Sommertag im Juni hat die Jury des Landeswettbewerbes „Ländliches Bauen“ das Gästehaus „Zum Pfarrlehn“ in Wendishain kennengelernt. Mehr als zwei Stunden haben sie sich in dem Ensemble umgesehen, berichten die Eigentümer Diana Berger-Schmidt und Thomas Schmidt. Beworben hatte sich das Paar mit dem Objekt, weil unter anderem die Architektin sowie der Denkmalpfleger sie dazu ermutigt haben.

Die Jury-Mitglieder hätten sich unter anderem mit den Themen Umwelt, Barrierefreiheit sowie Denkmalschutz befasst, so der Bauherr. Und von dem Ensemble offenbar einen prägenden Eindruck erhalten. Denn sie kürten am Sonnabend in Dresden das Denkmal- und Gästehaus zum Sieger in der Kategorie „Gewerbe und sonstige Nutzung“. Verbunden damit ist ein Gewinn in Höhe von 2 500 Euro.

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Das Geld können die Bauherren gut gebrauchen. Denn obwohl das Ensemble seit September 2018 voll genutzt wird, gibt es immer wieder Restarbeiten zu erledigen. So fehlen im Außenbereich noch Geländer sowie eine neue Matratze für das barrierearme Gästezimmer. Diana Berger-Schmidt wünscht sich zudem einen Topper und Matratze für das mehr als 2,20 Meter breite Bett in einem der Gästezimmer. Nur damit kann sie in Zukunft auf das Heben der schweren Matratzen mit Rosshaar verzichten, wenn sie die Bettlaken wechselt.

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Insgesamt 156 Bauherren hatten sich nach Angaben von Pressesprecher Frank Meyer an dem Wettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) beworben. 26 davon kamen aus dem Landkreis Mittelsachsen. 20.000 Euro Preisgeld hat das SMUL unter den Gewinnern verteilt. An Wendishain hat die Jury vor allem „die leidenschaftliche Herangehensweise und das bewiesene Fingerspitzengefühl“ beeindruckt. Entstanden sei ein bemerkenswertes Gästehaus. Der barocke Charakter des Bauwerkes sei nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren wiederhergestellt worden. Dies sei unter anderem an den wiederhergestellten Raumfolgen sowie der ausgewählten Ausstattung zu erkennen.

Positiv in die Bewertung eingeflossen sind die angestrebte Barrierefreiheit, in diesem gibt es ein barrierearmes Zimmer, sowie die nachhaltige Haustechnik mittels Hackschnitzel-Heizung und Solaranlage für Wärme- und Warmwasserversorgung.

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