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Jutta von Kittlitz glänzt beim Königinnentag

Das Spremberger Adelsfräulein hat am Wochenende Geschichte für die Lausitz geschrieben.

Die Königinnen und Symbolfiguren stellten sich zum Gruppenfoto auf. Das Spremberger Adelsfräulein  (mit einem rot-weißen Haarband) steht links vor der Laterne.
Die Königinnen und Symbolfiguren stellten sich zum Gruppenfoto auf. Das Spremberger Adelsfräulein (mit einem rot-weißen Haarband) steht links vor der Laterne. © Foto: privat/Dubau

Von Beowulf Kayser

Spremberg. Das Spremberger Adelsfräulein Jutta von Kittlitz alias Stadtführerin Veronika Dubau hat am vergangenem Wochenende Geschichte für die Lausitz geschrieben. Die historische Figur nahm als einzige regionale Vertreterin am 7. Deutschen Königinnentag in der hessischen Kirschen- und Universitätsstadt Witzenhausen teil.

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Zu dem alle drei Jahre stattfindenden Ehrentag haben sich über 120 Königinnen und Symbolfiguren aus 14 Bundesländern sowie aus Österreich und Italien in der 800-jährigen Stadt getroffen. Sie präsentierten sich bei einem großen Wasserfestumzug auf der Werra und einem Landfestzug durch die Stadt. Außerdem wurden sie auf drei Bühnen der Stadt vorgestellt.

Mit dabei waren unter anderen die Rosenköniginnen aus Franken und Karlsruhe, die Württembergische Bierkönigin, die Weinköniginnen aus dem Allgäu und Berlin, die Deutsche Erntekönigin sowie die Tabakkönigin aus Schwedt und die Prenzlauer Schwanenkönigin. Besondere Höhepunkte des königlichen Festes waren die „Größte Königliche Autogrammstunde der Welt“ und die Deutsche Meisterschaft im „Kirschkernweitspucken“.

„Ich habe in Witzenhausen meine Geschichte von der historischen Spremberger Figur erzählt“, sagte Veronika Dubau nach ihrer Rückkehr dem TAGEBLATT. Vor 13 Jahren war sie beim Geburtstag des Spremberger Alt-Bürgermeister Egon Wochatz erstmals in die Adelsrolle geschlüpft. Seitdem gehört sie in Brandenburg und Sachsen aber auch bundesweit zu den besonders gefragten, historischen Figuren.

Der Sage nach soll Jutta von Kittlitz, die vermutlich im 12. Jahrhundert im Spremberger Schloss gelebt hat, die Jungfrau Maria um eine glückliche Heimkehr ihres Geliebten aus dem Kreuzzug um 1189-1192 gebeten haben. Als sich dieser Wunsch erfüllte, ließ das Adelsfräulein eine kleine Kapelle auf dem Spremberger Georgenberg errichten, die noch bis 1970 existierte.

Zur Erinnerung an die überlieferte Geschichte wird auf der größten Anhöhe der Stadt fast jedes Jahr das Georgenbergfest gefeiert. Die nächste historische Fete mit dem LaGa-Verein und Jutta von Kittlitz soll am 14. September am 20 Meter hohen Bismarckturm gefeiert werden.

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