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Anklage nach Juwelenraub in Dresden

Ein Este sitzt in Untersuchungshaft, sein Komplize ist tot. Die Männer waren bei ihrem Beutezug maskiert.

Dieses Foto von dem Überfall hat die Polizei veröffentlicht. Es stammt von einer Überwachungskamera.
Dieses Foto von dem Überfall hat die Polizei veröffentlicht. Es stammt von einer Überwachungskamera. ©  Polizeidirektion Dresden

Sie packten Glashütte-Uhren, Ringe und Ketten aus einem Schaufenster und einer Vitrine ein und verschwanden binnen weniger Minuten. Zuvor versprühten sie noch Reizgas im Juweliergeschäft "Leicht" im Taschenbergpalais. Das passierte am 15. März 2017. 

Zwei Räuber haben an diesem Tag das Schmuckgeschäft in dem Fünf-Sterne-Hotel überfallen. Sie kamen um 10.30 Uhr in den Laden. Kurz, nachdem sie drinnen waren, maskierten sie ihre Gesichter mit Schals. Während einer die beiden Mitarbeiterinnen mit einer Pistole bedrohte, räumte der zweite die Schaufenster und eine Vitrine leer. Nach ihrem Beutezug flüchteten sie Richtung Postplatz.

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Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen der Räuber erhoben. Es ist ein 41-Jähriger, der aus Estland stammt. Dem Mann wird besonders schwerer Raub in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Auch, weil einer der Angestellten über Atembeschwerden und Augenreizungen klagte, nachdem die Täter das Reizgas versprüht hatten.

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Der Wert der Beute betrug damals etwa mehr als 300.000 Euro. Der Komplize des jetzt angeklagten Räubers kann nicht mehr bestraft werden. Er ist inzwischen gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Landgericht Dresden muss nun unter anderem über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Angeklagten entscheiden und einen Termin dafür festlegen. Der 41-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

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