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Juwelier ausgeraubt und geschlagen

Am Montagabend wurde das Juweliergeschäft im Zittauer Dornspachhaus ausgeraubt. Der Täter und seine zwei Komplizen konnten flüchten.

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Von Daniela Pfeiffer

Er ist sauer, der Inhaber des Juweliergeschäfts Baldauf im Zittauer Dornspachhaus. Mit der Presse möchte er nicht reden, und dass sich Zeugen melden, daran glaubt er auch nicht.

Ein Unbekannter hatte sein Geschäft am Montagabend kurz vor Ladenschluss betreten und drei Auslagen mit etwa 150 Goldringen und 40 Schmuckanhängern an sich gerissen. Beim Versuch, den Dieb aufzuhalten, wurde der Inhaber des Geschäfts niedergeschlagen. Zumindest aber konnte er noch sehen, dass der Flüchtende draußen auf zwei wartende Komplizen stieß und mit ihnen zusammen in Richtung Klosterplatz davon lief. Den Schmuck hatte er unter seine Jacke geklemmt.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die die wartenden Männer gesehen haben. „Der Täter war bereits eine Stunde vor dem Überfall im Geschäft gewesen und hatte sich genau umgesehen“, sagte Petra Kirsch von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz gestern.

Der Ladeninhaber beschreibt den Täter demnach als Mann mit schwarzen Locken, dunklem Mantel und zerrissenen Jeans. Die Polizei erarbeitet derzeit gemeinsam mit dem Geschädigten ein Phantombild des Täters.

Den Schaden beziffert die Polizei auf eine vierstellige Summe. Genaueres könne man noch nicht sagen.

Der Raubüberfall war nicht der erste auf Zittauer Juwelier- bzw. Schmuckgeschäfte. Bernd Stürmer hat es in den letzten fünf Jahren sage und schreibe dreimal erwischt. Die Angst hält sich bei dem Geschäftsmann, der auch in Ebersbach einen Schmuckladen hat, aber in Grenzen. „Wir haben nach jedem Mal unsere Sicherheitsstandards noch weiter ausgebaut, auch weil das die Versicherung verlangt“, sagt er.

Ganz vermeiden ließen sich Überfälle aber nicht. Darüber ist sich Stürmer im Klaren. „Das Gefährliche ist nicht unbedingt der Verlust der Waren, sondern die persönliche Sicherheit der Angestellten, wenn so ein Überfall bei laufendem Geschäftsbetrieb am helllichten Tag passiert.“

Dass mit den seit Kurzem offenen Grenzen zu Polen und Tschechien die Gefahr von Überfällen steigt, glaubt Bernd Stürmer nicht. „Wer kommen will, der kommt. Das war schon vorher so.“

Zeugenhinweise an die Leitstelle der Polizeidirektion Görlitz: 03581/468224