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JVA Zeithain weist Vorwürfe zurück

Ein Insasse kritisiert in einem Leserbrief die medizinische Versorgung im hiesigen Gefängnis, weil zwei Krankenschwestern entlassen wurden. Was ist da dran?

Die Türen in der JVA Zeithain stehen nur wenigen offen, u. a. dem medizinischen Personal.
Die Türen in der JVA Zeithain stehen nur wenigen offen, u. a. dem medizinischen Personal. © Sebastian Schultz

Glaubitz/Zeithain. Die SZ hat vor einiger Zeit ein Leserbrief aus der JVA Zeithain erreicht. Er stammt angeblich von einem Insassen, der auch seinen Namen nennt, aber ihn nicht veröffentlicht haben möchte, weil er Sanktionen befürchtet. 

Der Verfasser des Leserbriefs hat auch schon eine passende Überschrift für einen Artikel parat: „Missstände in der JVA Zeithain“. Der Mann bezieht sich dabei auf den medizinischen Dienst. Wie aus den Zeilen zu entnehmen ist, soll einer Krankenschwester - es kann sich aber auch um eine Arzthelferin handeln - gekündigt worden sein. Eine  weitere "Schwester" sei wohl freiwillig gegangen. Beide seien "mit dem Druck seitens der Anstalt und der fehlenden Unterstützung" nicht mehr klar gekommen. 

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Angeblich habe die JVA die Kündigung damit begründet, dass die Frauen Beziehungen zu den Insassen gehabt hätten. Doch das sei nicht wahr. Vielmehr hätten einige Insassen den beiden Schwestern nur beim Saubermachen geholfen, so der Briefschreiber. "Da die beiden Schwestern nicht mehr da sind, tun jetzt fachlich inkompetente Leute Tabletten setzen", lautet allerdings der schlimmste Vorwurf des Mannes.

Die JVA Zeithain reagierte prompt und weist ihn zurück. "Die medizinische Versorgung der Gefangenen in der JVA Zeithain durch ausgebildetes medizinisches Fachpersonal war in der zurückliegenden Zeit gewährleistet und wird dies auch weiterhin sein", so JVA-Sprecher Benno Kretzschmar. Er bitte jedoch "um Verständnis, dass zu Personalangelegenheiten, die aktive und ehemalige Bedienstete der JVA Zeithain betreffen, grundsätzlich keine Angaben" gemacht werden können.

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