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Kalender der Schönen wird Sammlerstück

Eine schöne Werbeidee des Rettungsdienstes sorgte für eine Sondersitzung des DRK-Präsidiums und diehat nun Folgen.

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Von Ines mallek-Klein

Helfen ist schön. Das wollen Linda Schiffel und Katrin Geißler nicht nur sagen, sie wollen es auch zeigen. Die Rettungsassistentinnen der Freitaler Rettungswache hatten gemeinsam mit ihren zehn Kolleginnen im Frühjahr 2011 eine tolle Idee. Sie wollten für ihr Unternehmen aber auch ihren Beruf werben und das mit vollem Körpereinsatz. Ein Kalender für das Jahr 2012 sollte entstehen, in dem die Damen auch ihre weiblichen Reize präsentieren. Geschäftsführer Eyk Klügel fand die Idee gut und unterstützte seine Mitarbeiterinnen bei der Umsetzung. Rettungsdecken, Defibrillatoren, Notfallkoffer, Trostteddy und Blutdruckmessgerät – alles, womit die Retterinnen in ihrem Berufsalltag zu tun haben, kam bei dem Fotoshooting zum Einsatz. Die Idee, die Bilder im Freien entstehen zu lassen, wurde schnell wieder verworfen. Stattdessen wählte man ein Studio für die Fotografien. Die entstanden bereits im Sommer, wurden dann grafisch bearbeitet und schließlich als Kalender gedruckt. Auf der Internetseite der DRK Freital gGmbH wurde der Jahresbegleiter beworben. Nicht ohne Hinweis, dass je ein Euro vom Erlös an den Dresdner Verein Sonnenstrahl e.V. gehen wird, der sich um krebskranke Kinder und ihre Familien kümmert. Das Interesse an dem Kalender war riesig. Den Models hat Eyk Klügel je ein Exemplar als Erinnerung geschenkt. Auch viele andere DRK-Mitarbeiter warten auf den Jahreswechsel, um den Kalender aufhängen zu können.

Nur im Kreisverband sorgten die Bilder für Unmut. So möchte sich das Deutsche Rote Kreuz nicht präsentieren. Die Werbung von dem Kalender wurde wieder aus dem Internet genommen und eine Sitzung einberufen. Dort fiel die Entscheidung, dass trotz der großen Nachfrage keine zweite Auflage gedruckt werden soll. Damit haben die bisher verkauften Kalender gute Chancen, zu einem begehrten Sammlerobjekt zu werden.

Die Rettungsassistentinnen werden das Shooting in jedem Fall in guter Erinnerung behalten. Keine von ihnen muss im Übrigen mit beruflichen Konsequenzen rechnen. Auf die Frage, ob der Rettungsdienst Freital für 2013 auch wieder einen Kalender herausbringt, sagt Eyk Klügel „da ist nicht geplant.“