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Kalk für den Waldboden

1807 Tonnen werden in den kommenden Wochen per Helikopter im hiesigen Forstbezirk verstreut. Wo Spaziergänger achtgeben müssen.

Im Forstbezirk Bärenfels kalkt der Staatsbetrieb Sachsenforst voraussichtlich ab Ende Juli die Wälder.
Im Forstbezirk Bärenfels kalkt der Staatsbetrieb Sachsenforst voraussichtlich ab Ende Juli die Wälder. © Sachsenforst

Bald starten wieder die Hubschrauber, die im Auftrag des Staatsbetriebs Sachsenforst die Waldböden kalken. Ende Juli soll es damit im Forstbezirk Bärenfels losgehen. Das gehöre zu den wichtigsten Maßnahmen, um die negativen Auswirkungen der Schadstoffeinträge in die Wälder abzumildern, erklärt Kristina Funke, Pressesprecherin des Staatsbetriebs Sachsenforst im Forstbezirk Bärenfels. Die Abwehrkraft der Wälder werde durch die Kalkung erhöht. Damit und durch stabile Mischwälder könne erreicht werden, dass die Wälder gesund bleiben. Die Kosten für die Waldkalkung im Forstbezirk werden komplett durch Fördermittel finanziert.

In diesem Jahr sind Teile des „Röthenbacher Waldes“ südwestlich von Beerwalde an der Reihe und Flächen in der Dippoldiswalder Heide. Außerdem werden Flächen im „Schwarzbusch“ nahe Reichstädt, das „Böthchen“ bei Paulsdorf sowie die „Quorener Kipse“ östlich von Karsdorf gekalkt. Der Kalk wird dabei mit Hubschraubern im Wald verteilt. Bestimmte Schutzgebiete und Biotope sind aber grundsätzlich von der Kalkung ausgenommen, sagt Kristina Funke. Gekalkt werden sowohl 379,15 Hektar Landeswald als auch 223,25 Hektar Kommunal-, Kirchen- und Privatwald. Je Hektar werden laut Kristina Funke jeweils drei Tonnen dolomitische Kalke ausgebracht. Insgesamt verstreuen die Hubschrauber 1807,2 Tonnen und werden dafür je nach Witterung maximal vier Wochen unterwegs sein.

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Die Waldflächen müssen aus Sicherheitsgründen abschnittsweise komplett gesperrt werden, während die Helikopter in der Luft sind. „Waldbesucher werden eindringlich gebeten, diese Absperrungen zu respektieren“, sagt Kristina Funke. Es bestünde sonst die Gefahr, vom ausgebrachten Kalk getroffen beziehungsweise verschmutzt zu werden. Sobald die Arbeiten beendet sind, werden die Wälder wieder freigegeben. Waldfrüchte wie Himbeeren, Heidelbeeren oder Pilze können auch direkt nach den Kalkungsarbeiten bedenkenlos verzehrt werden. Da Naturkalke verwendet werden, besteht für die Gesundheit keine Gefahr. Bevor die Waldfrüchte verzehrt werden, sollten sie lediglich gründlich gewaschen werden, so Kristina Funke.

Doch nicht nur im Forstbezirk Bärenfels wird gekalkt. Dieses Jahr stehen insgesamt etwa 7 750 Hektar in sieben sächsischen Forstbezirken an, 1 840 Hektar im Forstbezirk Neustadt. Der Forst vermindert mit der regelmäßigen Waldkalkung die Bodenversauerung, die vor allem in Bergregionen ein Problem darstellt. Damit werden die Wachstumsvoraussetzungen für junge Bäumchen erheblich verbessert. Wenn der Boden weniger sauer ist, kommt das auch den Lebewesen im Boden entgegen und schützt davor, dass Schwermetalle und Säure ins Grundwasser gelangen.

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