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Hallenbad-Kritik löst Diskussion aus

Ein Schwimmer hat sich öffentlich zum geplant Neubau in Kamenz geäußert. Das Echo darauf reicht von Zustimmung bis Widerspruch.

Noch prägt die Rutsche den Anblick des Kamenzer Hallenschwimmbades. Der Neubau soll keine mehr bekommen. Das ist einer von mehrere Kritikpunkten.
Noch prägt die Rutsche den Anblick des Kamenzer Hallenschwimmbades. Der Neubau soll keine mehr bekommen. Das ist einer von mehrere Kritikpunkten. © Matthias Schumann

Kamenz. Dass Kamenz einen Schwimmhallen-Neubau  bekommen soll, steht fest. Doch die Ausstattung ist noch umstritten.  Eigentümer der Schwimmhalle ist der Landkreis. Zu den künftigen Nutzern gehören die Mitglieder des Ostsächsischen Schwimmsportvereins (OSSV). Deren langjähriges Mitglied Theo Schnappauf lobte jetzt in einem Beitrag von Sächsische.de den geplanten Neubau, kritisierte aber die Sparvariante und  unterbreitete zugleich Vorschläge, die bei einem 15-Millionen-Projekt drin sein sollten, um ein breites Spektrum an Nutzern - darunter Familien - zu erreichen.

Die Reaktionen auf den Vorstoß  sind gespalten. So lässt Kreisrat Roland Fleischer (SPD) wissen, dass die Kritik am Kreistagsbeschluss Verärgerung verursache und nicht gerechtfertigt sei. „Nach langen Abwägungen und Diskussionen musste man sich vom Wellnessbad verabschieden“, so Fleischer. Der Kreistag favorisiere ein Hallenbad für Vereins- und Schulsport, da dies die einzige finanziell machbare Variante sei und Grundbedürfnisse der Bevölkerung befriedige.

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Im Beschluss stehe die Variante einer zusätzlichen sechsten Bahn zur Debatte,  werde untersucht und sicherlich auf Zustimmung der Kreisräte treffen. Ein Nichtschwimmerbecken mit abfallender Tiefe ist geplant, welches durchaus von Familien genutzt werden kann. Eine Sauna solle auch kommen.

Sorge um Standort

Fest steht das allerdings noch nicht. Es sind mögliche Optionen. In der Grundvariante werde die Planung auf ein Schwimmerbecken mit fünf Bahnen und das Nichtschwimmerbecken - flächenmäßig vergleichbar zum bisherigen Hallenbad - ausgerichtet, lässt das Landratsamt wissen.

Von Wellness ist auch beim OSSV keine Rede. Dort wirbt man eben gerade für die Optionen, auch ein Planschbecken und eine Rutsche zu bauen, die es ja im Altbau, der mittlerweile verschlissen ist, bereits gib.

Der Kamenzer Linken-Stadtrat Alex Theile sprang bei der Diskussion in sozialen Medien dem OSSV bei. Es sei beschämend, wie im Laufe der Debatte die Schwimmhalle und damit der Standort Kamenz immer weiter degradiert wurde. „Es bleibt zu hoffen, dass nach dem Abschluss der Planung und Neuberechnung nicht der ganze Standort wieder in Frage gestellt wird!“

Heike Lotze (AfD) stellte  klar, dass niemand im Kreistag den Standort infrage gestellt habe. Es sei aber keine Kernaufgabe eines Landkreises, ein Erlebnisbad zu unterhalten - das Schulschwimmen hingegen schon. (SZ/ha)

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