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Kamenz wird als sächsischer IT-Standort ausgebaut

Staatskanzleichef Oliver Schenk war in der Region unterwegs. Er verantwortet den Staatsbetrieb für Informatik-Dienste. Der hat weiter Pläne in der Stadt.

Staatsminister Oliver Schenk (l.) war jetzt im Wahlkreis von Aloysius Mikwauschk (r.) unterwegs. Der Staatskanzleichef beobachtete auch eine Übung der THW-Jugendgruppe am Garnisonsplatz, die danach ins Bundesjugendlager in Rudolstadt ab-
reiste.
Staatsminister Oliver Schenk (l.) war jetzt im Wahlkreis von Aloysius Mikwauschk (r.) unterwegs. Der Staatskanzleichef beobachtete auch eine Übung der THW-Jugendgruppe am Garnisonsplatz, die danach ins Bundesjugendlager in Rudolstadt ab- reiste. © Foto: René Plaul

Kamenz. Hinter dem Kürzel „SID“ verbirgt sich der sächsische Staatsbetrieb für Informatik-Dienste. Er ist seit seiner Gründung vor mehr als zehn Jahren mit einem Standbein in Kamenz zugange. Am Garnisonsplatz sind derzeit etwa 100 IT-Spezialisten beschäftigt, die als Dienstleiter für etwa 80 000 Bedienstete in den freistaatlichen Institutionen zuständig sind. Damit die Hardware stets in Schuss und die Software immer auf dem neuesten Stand ist. Seit einem Jahr ist der SID nun in der Staatskanzlei verortet. Deren Chef, Staatsminister Oliver Schenk, war jetzt in und um Kamenz unterwegs – eingeladen vom CDU-Wahlkreisabgeordneten Aloysius Mikwauschk. In einer Gesprächsrunde im Garten des Museums der Westlausitz ging es auch um den Ausbau des SID. Das lässt viele in Kamenz sicher aufhorchen, denn der erreichte Kompromiss im Ausbau der weiterführenden Schulstandorte in Kamenz ist ja unmittelbar mit den Zusagen der IT-Abteilung des Freistaates verbunden, die da freilich noch beim Innenminister verantwortet war. Die Frage ist also: Bleibt es dabei, dass der SID ins 2021 freigezogene Schweitzerhaus in der Macherstraße zieht?

Haus am Garnisonsplatz im Fokus

Nun, die Zeit ist eine Näherin, die ändert. In der Tat ist keine Rede mehr davon, dass der SID-Hauptsitz komplett nach Kamenz verlegt wird. Minister Oliver Schenk: „Der Informatikdienst wird langfristig an zwei Standorten ausgebaut.“ Sie werden von der Beschäftigtenzahl etwa gleich groß sein. Der Kopf verbleibt in Dresden, beziehungsweise in Radebeul, wohin er von der Riesaer Straße aus umzieht. „Das Herz aber schlägt weiterhin in Kamenz“, so Schenk. Der Minister meint das große Rechenzentrum, wo IT-Verfahren entwickelt werden und die Datenverwaltung konzentriert ist. „Die Digitalisierung ist eine der wichtigsten übergreifenden Zukunftsaufgabe, und die Staatsregierung geht sie an.“ Viele Entwicklungen seien auf den Weg gebracht worden, die vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen sind.

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 Dazu gehört zum Beispiel auch ein weiteres Rechenzentrum, dass notwendig ist, um das wichtige Backup abzusichern. Dieses werde in Dresden eingerichtet, um genügend Abstand zu Kamenz zu wahren. Nur so können örtlich auftretende Havarien nicht zu Totalausfällen führen. „Wir erweitern aber auch in Kamenz.“ Deutlich wurde, dass dabei zunächst das Haus Garnisonsplatz 11 im Fokus steht. Es gehört dem Freistaat und harrt der dringenden Sanierung. Großer Wert wird natürlich auch beim SID auf die Nachwuchsgewinnung gelegt. Der Bedarf geht von etwa 60 Stellen aus, die derzeit dringend zu besetzen sind. Auf dem Karriereportal sind auch für den Standort Kamenz mehrere Angebote vermerkt. Allerdings wissen die Experten, wie schwer es derzeit ist, geeignetes Personal zu finden. Deshalb kooperiert man zum Beispiel mit der Zuse-Akademie in Hoyerswerda, mit der Berufsakademie in Bautzen und mit der FHS Görlitz/Zittau. Ganz elementar freilich werde die neue Informatikerausbildung an der Verwaltungsfachhochschule Meißen sein, die am 1. September 2020 starten soll. Mit den ersten 16 Studentinnen und Studenten.

Was wird aber nun mit der Macherstraße. Hier ist Aloysius Mikwauschk sicher, dass es bei den Zusagen zum Kauf der Immobilie vom Landkreis und zur Unterbringung der zentralen Lehrerfortbildung im Freistaat bleibt. „Der Bedarf ist da.“

www.karriere.sachsen.de/index.html

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