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Kamenz

Kamenzer Autohändler beklaut

Es ist nicht viel, was fehlt, aber Karim Fawas ist trotzdem sauer. Er warnt seine Nachbarn und andere Anlieger in Jesau.

Die Firma „Fawas Autohandel“ in Kamenz liegt an der Neschwitzer Straße. Bis jetzt gab es keine größeren Verluste. Doch Karim Fawas ärgert sich auch über den dreisten Möbelklau.
Die Firma „Fawas Autohandel“ in Kamenz liegt an der Neschwitzer Straße. Bis jetzt gab es keine größeren Verluste. Doch Karim Fawas ärgert sich auch über den dreisten Möbelklau. © privat

Kamenz. Die gute Nachricht zuerst: Autos fehlen nicht. Nicht einmal Felgen oder Zubehör. Doch der Einbruch in der Nacht des 30. April ist Karim Fawas, Chef vom „Fawas Autohandel“, dennoch sauer aufgestoßen.

 Als er Donnerstagmorgen nach dem Feiertag auf Arbeit kam, fehlte ihm seine komplette Sitzecke mit Plastikstühlen und einem Tisch vor dem Autohaus an der Neschwitzer Straße 14. „Ich dachte zuerst: War doch gar kein Sturm. Kann doch nicht weggeflogen sein. Aber auch nach genauem Hinschauen, kamen die Möbel nicht mehr herzu“, sagt er.

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Das Autohaus Dresden bildet sowohl kaufmännisch als auch handwerklich aus - und kümmert sich im besonderen Maße um seine Schützlinge.

Doch was ein guter Autohändler ist, der hat auch eine gute Überwachungskamera. „Wir haben gleich die Aufnahmen nachgeschaut und die dreisten Diebe natürlich gesehen. Zumindest sah man darauf sehr gut, dass es drei Erwachsene mit einem Kind waren, die nach längerem Hin und Her vor unserem Zaun, darüber sprangen und die Sitzgruppe gestohlen haben“, sagt Karim Fawas. „Hier geht es nicht um die 60 oder 70 Euro, die das alles vielleicht zusammen gekostet hat. Hier geht es um Anstand und dass man so etwas einfach nicht macht!“ Deshalb hat er auch Anzeige bei der Polizei erstattet. Bislang gab es auf seinem Firmengelände keinerlei Einbrüche. „Es geht aber ums Prinzip. Und dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Heute sei es ein Plastikstuhl, morgen vielleicht mehr“, meint der Kamenzer Geschäftsmann.

Das Eigentum anderer zu achten, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Und deshalb ärgert es ihn so etwas einfach. Karim, der aus dem Libanon stammt und 2007 von Düsseldorf nach Kamenz kam, lebt mit seiner Familie mittlerweile seit vielen Jahren im Haselbachtal. Er ist angekommen in der Region. Hat viele Freunde und zufriedene Kunden. „Ich möchte die Nachbarn und Anlieger in Jesau einfach sensibilisieren, dass sie ein bisschen öfter nach ihren Dingen im Vorgarten schauen sollten“, sagt Karim Fawas.

Auch Anwohner und Geschäftsleute der Innenstadt ärgern sich Jahr für Jahr über das Abhandenkommen ihrer frühlingshaften Deko vor den Türen. Die Stadt verurteilt dies und bittet die Mitbürger regelmäßig, aufmerksam zu sein und solche Randalierer und Diebe couragiert festzustellen und zur Anzeige zu bringen. „Mehr möchte ich auch nicht mit dem kleinen Aufruf erreichen“, so Karim Fawas.