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Kampf gegen Dreckecken geht weiter

Im einst schmuddeligen Viertel wird es sauberer – dank einer gemeinsamen Initiative der Neustädter und des Ortsamtes.

Knapp vier Jahre ist es her, da hatten Neustädter Vereine, Unternehmer, das Ortsamt und Bewohner endgültig die Nase voll von Hundekot auf den Straßen, Abfall im Alaunpark und beschmierten Häuserwänden. Mit dem Konzept „Szeneviertel ja – Dreckecken nein“ haben sie anschließend dem Müll den Kampf angesagt.

Seitdem hat sich viel getan, der Stadtteil ist deutlich sauberer geworden. Bisherige Ergebnisse präsentierte Ortsamtsleiter André Barth im jüngsten Ortsbeirat. Mit den Pinkelfliesen am Nordbad und an der 15. Grundschule ist die Arbeitsgruppe Ende 2013 kreative Schritte gegangen gegen Wildpinkler im Viertel. 26 private Hauseigentümer haben bisher bei der Aktion mitgemacht und die Kacheln an ihren Hausfassaden angebracht. Noch liegen 43 Stück im Ortsamt kostenlos zur Abholung bereit.

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Doch nicht nur dadurch hat sich das Problem der Wildpinklerei entschärft. Mittlerweile beteiligen sich 16 Händler und Gastronomen am Projekt „Nette Toilette“ und stellen ihre WCs Besuchern kostenlos zur Verfügung. Dazu kommen öffentliche WCs an der Alaunstraße sowie neben Katy’s Garage, die die Stadt auf Initiative der Arbeitsgruppe gebaut hat. Zudem wurden Schildchen gegen Hundekot unter anderem am Martin-Luther-Platz aufgehängt. Zudem sind graue Papierkörbe auf der Alaunstraße mit grell-farbigen Plakaten überklebt worden – entgegen der Vorschrift der Stadt. „Besondere Stadtteile brauchen manchmal eben auch besondere Lösungen“, sagte Barth mit einem Lächeln.

Auch gegen Graffiti wollen die Neustädter weiter vorgehen, mit weiteren kreativen Sprühaktionen. So wurden das Tor des Gymnasiums Dreikönigschule, Schaltkästen, Parkautomaten und die Fassade der 15. Grundschule legal bemalt. Auch in diesem Jahr soll es wieder verschiedene Aktionen für mehr Sauberkeit geben, kündigte André Barth an. „Wir wollen weiter Papierkörbe bekleben und wieder mehr Paten für Baumscheiben gewinnen.“ (uki)