merken
PLUS

Zittau

Kanal zugewachsen: Doch wer soll zahlen?

Die Gemeinde Olbersdorf wollte das Geld für die Sanierung von den Eigentümern haben. Doch die reagierten nicht. Vor Gericht gab's nun eine Überraschung.

Symbolbild.
Symbolbild. © Symbolbild: dpa

Wer soll für die Kanalsanierung bezahlen? Genau diese Frage wollte die Gemeinde Olbersdorf jetzt vor dem Landgericht Görlitz beantwortet wissen, im Rechtsstreit mit den Eigentümern vom Oberem Viebig 2b/c.

Im Juli 2014 hatte sie festgestellt, dass sich nach Niederschlägen die Schachtdeckel anhoben. Davon betroffen war die Einfahrt zum dort ansässigen Supermarkt. Um die Ursache zu ergründen, folgte eine Kanalspülung. Das Ergebnis: Ein starker Wurzeleinwuchs. Die Eigentümer reagierten aber nicht. Auch nicht, als 2016 eine  erneute Befahrung  mit der Kamera zu dem Ergebnis kam, das mindestens vier Stellen bis zu 50 Prozent des Kanaldurchmessers mit Wurzeln bewachsen sind. 

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Scheinbar zogen sich die Eigentümer darauf zurück, dass Baumwurzeln intakte Betonrohre nicht durchdringen können. Demzufolge muss es sich wohl ihrer Meinung nach um ein undichtes oder zumindest beschädigtes Kanalrohr handeln. Aus diesem Grund trüge die Gemeinde ein erhebliches Mitverschulden. 

Das Görlitzer Landgericht kam grundsätzlich auch zu dieser Auffassung, aber verzichtete auf einen Beweis, ob die Wurzeln der Weide das Kanalrohr tatsächlich beschädigten, in wieweit für die Reparatur überhaupt Kosten anfallen und wer sie zu tragen hat. Der Grund: Nach der Feststellung im Jahr 2014 hätte die Klage bis spätestens 31. Dezember 2017 eingereicht werden müssen. Das passierte aber erst am 6. Januar 2018. Damit war die dreijährige Verjährungsfrist abgelaufen. Übrig bleiben somit Akten, Schriftsätze, Kosten und die Wurzel allen Übels, der defekte Kanal. 

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/zittau

Mehr zum Thema Zittau