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Kandidaten-Quartett schrumpft

Vier wollten Bürgermeister in Heidenau werden, zwei wollen es noch immer. Die Entscheidung fällt nun am 22. September.

Zwei von vier: Jürgen Opitz (CDU/r.) und Uwe Dreßler (parteilos) gehen in die zweite Bürgermeister-Wahlrunde. Daniela Lobe (Linke) und Annette Denzer-Ruffani (FDP) ziehen sich zurück.
Zwei von vier: Jürgen Opitz (CDU/r.) und Uwe Dreßler (parteilos) gehen in die zweite Bürgermeister-Wahlrunde. Daniela Lobe (Linke) und Annette Denzer-Ruffani (FDP) ziehen sich zurück. © Daniel Förster/Montage: SZ

Die Heidenauer Bürgermeisterwahl am Sonntag wurde von 47 Heidenauern entschieden. So viele Stimmen fehlten Amtsinhaber Jürgen Opitz (CDU) für die Wiederwahl. „Knapp vorbei“, kommentierte er denn auch das Ergebnis, das trotzdem ein Erfolg für ihn ist. Damit geht er am 22. September als Favorit in die zweite Runde.

Ihm gegenüber steht dann der parteilose Uwe Dreßler, der auf über ein Fünftel der Stimmen kam (22,2 Prozent). Er spricht vom „Endsieg“, den er dann erringen will. Daniela Lobe (Linke) und Annette Denzer-Ruffani (FDP) steigen aus, teilen beide am Montag mit. Mit ihren 15,3 Prozent liegt Lobe zwar über der Hürde, die sie sich für eine zweite Wahl gestellt hatte, doch ihre Chancen im zweiten Wahlgang wären nicht wesentlich gestiegen. Eine Empfehlung gibt sie ihren Wählern nicht. Da sie ja offenbar weder Opitz noch Dreßler wollten, wird es schwer für sie.

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Annette Denzer-Ruffani hat ein Ziel erreicht: Dass Opitz nicht auf Anhieb wiedergewählt wurde, sagt sie. Sie will sich jetzt jedoch auf die Arbeit im Stadtrat und das „wirklich Wichtige“ konzentrieren. Dazu gehört zum Beispiel, die Verwaltung herauszufordern. Eine Empfehlung für den 22. September gibt auch sie ihren 1 068 Wählern nicht. Ihre meisten Wähler hatte sie dort, wo Opitz am schlechtesten abschnitt: In Großsedlitz. Opitz’ Hochburg sind die Briefwähler, die Lobe-Fans sind in Mügeln, Dreßler punktet im Wahlbezirk Seniorenheim. Sein Schwachpunkt sind die Briefwähler, Lobe hängt im Wahllokal Gymnasium 1 durch, und Denzer-Ruffani hat im CJD-Treff Heidenau das mieseste Ergebnis aller Kandidaten in allen Wahllokalen: 9,37 Prozent.

© SZ

Am 22. September kommt es auch darauf an, wie viele Heidenauer noch ein zweites Mal zur Wahlrune schreiten. Zwar gibt es keine Mindestwahlbeteiligung und gewählt ist gewählt, aber es ist zumindest gefühlt schon ein Unterschied, ob man die echte Mehrheit hinter sich hat oder die Mehrheit von 37,3 Prozent wie Opitz vor sieben Jahren. Am Sonntag war knapp 40 Prozent der Heidenauer die Bürgermeisterwahl egal, sprich, sich gingen nicht wählen. Die dazu zu motivieren und die anderen ein zweites Mal zu mobilisieren, ist nun eine der Herausforderungen.

Der Heidenauer Bürgermeisterwahlkampf geht in die Verlängerung. Beide verbleibenden Kandidaten kündigen noch einmal Attacke an.

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