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Wann wird der Lausche-Turm gebaut?

Eigentlich sollte die Stahlkonstruktion für die neue Aussichtsplattform längst stehen - hätte es da nicht eine Verzögerung von unerwarteter Seite gegeben.

Die hier noch fehlende Mauer steht inzwischen: Mit dem Bau des neuen Aussichtsturms auf der Lausche wird auch das gesamte Gipfel-Plateau neu gestaltet.
Die hier noch fehlende Mauer steht inzwischen: Mit dem Bau des neuen Aussichtsturms auf der Lausche wird auch das gesamte Gipfel-Plateau neu gestaltet. © Matthias Weber

Die weniger gute Nachricht zuerst: Der ursprüngliche Zeitplan bis zur Eröffnung der neuen Aussichtsplattform auf der Lausche ist nun definitiv nicht mehr zu halten. Gern hätte Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (SPD), als Gemeindeoberhaupt Bauherr und Initiator des Projekts, alle Einwohner und Gäste an einem sonnigen Herbstferien-Tag zur Erstbesteigung des neuen Turms auf dem höchsten Berg des Zittauer Gebirges eingeladen. Doch der neue Turm - er ist immer noch nicht mehr als das Fundament.

Die Stahlkonstruktion, die den Sendemast des Deutschen Funkturm umhüllen und die Aussichtsplattform tragen wird, hätte ursprünglich schon im Frühjahr gebaut werden sollen. Hätte es da nicht eine Verzögerung von unerwarteter Seite gegeben: Das Ergebnis der Prüfstatik der Ausführungsplanung hat auf sich warten lassen. Ohne die Freigabe der unabhängigen Statik-Prüfer aus Dresden konnten die Stahlelemente für die Plattform bisher nicht hergestellt werden.

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Seit wenigen Tagen aber - und das ist jetzt die gute Nachricht - liegt der Bericht zur Prüfstatik vor. Die Mitarbeiter der Metallbaufirmen von Thomas Kratzer in Zittau und Ullrich Pratsch in Großschönau können loslegen. Ungefähr zwei Monate wird es dauern, bis die Teile für die Stahlkonstruktion fertig sind, schätzt der Bürgermeister. Dann aber wird es Winter - der Aufbau der Plattform auf der Lausche ist da nicht mehr machbar.

Aber im kommenden Frühjahr! Sobald das Wetter es erlaubt, sollen die Teile wie auch schon im vorigen Jahr der Beton für die Plattform von einem Transporthubschrauber der Deutschen Helikopter auf den Lausche-Gipfel gebracht und dort montiert werden. Das Unternehmen, eine Spezialfirma aus Baden-Württemberg, habe der Gemeinde dafür sehr unkompliziert und fair eine Preisgarantie für das nächste Jahr gegeben, freut sich der Bürgermeister. 

So sieht  inzwischen das neu gestaltete Aussichtsplateau am Standort der früheren Lauschebaude aus.
So sieht inzwischen das neu gestaltete Aussichtsplateau am Standort der früheren Lauschebaude aus. © Gemeinde Großschönau

Die Wartezeit auf die Prüfstatik ist auf der Lausche aber nicht ungenutzt vorübergezogen. Die Gemeinde hatte bereits im Mai den Bauablauf umgeplant und die erst im Anschluss an den Bau der Aussichtsplattform vorgesehene Neugestaltung des gesamten Gipfel-Plateaus vorgezogen. Diese ebenfalls sehr umfangreichen Bauarbeiten sind inzwischen so gut wie abgeschlossen. Ein Aufstieg auf die Lausche lohnt sich für alle, die lange nicht mehr oben waren, deshalb schon jetzt, empfiehlt der Bürgermeister. 

Der Bau der Aussichtsplattform und die damit verbundene Neugestaltung des gesamten Gipfelplateaus kostet mehr als 800.000 Euro. Die Summe wird zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert.

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