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Kann die Riegeler Buswendeschleife weg?

Eine alternative Route ist für den Schulbus zwischen Lohsa und Burgneudorf vorgeschlagen worden.

Was für Viele wie eine nicht weiter bedeutungsvolle Einbuchtung aussieht, ist eine Schulbus-Wendestelle.
Was für Viele wie eine nicht weiter bedeutungsvolle Einbuchtung aussieht, ist eine Schulbus-Wendestelle. © Gernot Menzel

Zum Dauerthema hat sich seit geraumer Zeit die 2011 angelegte Buswendeschleife an der Staatsstraße 108 entwickelt. Für richtig gut hält die Lösung kaum jemand. Aber womöglich hat sie sich dank einer Idee von Marko Zischewski ja bald erledigt. Der Lohsaer Gemeinderat (Wählervereinigung) schlug vor, den Schulbus auf seinem Weg von Lohsa zur Grundschule in Burgneudorf gar nicht mehr wenden zu lassen.

Bisher holt er die Kinder in Weißkollm und Riegel ab, fährt noch ein Stück in Richtung Hoyerswerda und wendet schließlich, um zurückzufahren und auf die Kreisstraße 9218 nach Burg abzubiegen, von wo es dann nach Burghammer sowie schließlich nach Burgneudorf geht. Dass die Wendeschleife nicht den Standards entspricht, ist schon länger klar. Und immer mal wieder ging es bisher um einen ordentlichen Ausbau beziehungsweise um die Verlegung in Richtung Riegel. Im Moment hat die Gemeinde Lohsa etwas mehr als 30 000 Euro eingeplant, um die Verhältnisse in Ordnung zu bringen. Schließlich, hieß es im Gemeinderat schon mehrfach, gehe es ja um die Sicherheit der Kinder.

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Marko Zischewski sorgte nun während der jüngsten Ratssitzung am Dienstag für Gesichter, in denen man so etwas lesen konnte wie: „Dass da noch niemand anderes drauf gekommen ist ...“ Bei der Lösung des Problems helfen könnte nach Zischewskis Vorschlag der erst im Dezember freigegebene nördliche Abschnitt der Hoyerswerdaer Ostumfahrung. Der Schulbus könnte also am Südrand des Scheibe-Sees entlang in Richtung Hoyerswerda fahren, dann auf die neue B 96 abbiegen, am Kreisverkehr den Abzweig in Richtung Schwarze Pumpe nehmen und schließlich von der B 97 die Kreisstraße in Richtung Burg entlangfahren. Marko Zischewski hat sich sogar ins Auto gesetzt und das Ganze ausprobiert. Seine Erkenntnis: Die Strecke ist lediglich rund anderthalb Kilometer länger als die gegenwärtig genutzte.

Im Lohsaer Rathaus ist der Vorschlag zumindest auf offene Ohren gestoßen. Man werde ihn, hieß es am Dienstag, mit dem zuständigen Schulamt des Kreises Bautzen besprechen. Die Riegeler Wendeschleife war im Sommer 2011 in Betrieb gegangen, nachdem die Weißkollmer Fritz-Kube-Grundschule geschlossen worden war. Damit mussten Kinder, die bisher dort in die Schule gingen, auf Basis einer Vereinbarung mit der Gemeinde Spreetal die Seenland-Grundschule in Burgneudorf besuchen. Das Problem seither: Weder das Land, dem die Straße gehört, noch der Kreis, der für Schülerbeförderung zuständig ist, fühlen sich laut Gemeinde Lohsa verantwortlich – letztere zwar auch nicht wirklich, aber immerhin, hieß es, gehe es um Lohsaer Kinder. Daher hat sich die Gemeindeverwaltung auch dazu durchgerungen, sich um die Sache zu kümmern.