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Großenhain

Kaputte Stühle in der Schule

Mehrere Möbel sollen im Zuge des Anbaus neu gekauft werden. Warum nicht alle Wünsche der Lehrer in Erfüllung gehen.

„Wir müssen eher mit der Baumaßnahme anfangen, um rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr fertig zu sein“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hoffmann.
„Wir müssen eher mit der Baumaßnahme anfangen, um rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr fertig zu sein“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hoffmann. ©  Anne Hübschmann

Lampertswalde. Die Grundschule in Lampertswalde erhält ihren lang ersehnten Anbau. Zehn Tage vor dem Schuljahresende sollen die Bauarbeiten beginnen. Darüber informierte jetzt Bürgermeister Wolfgang Hoffmann im Gemeinderat. „Wir müssen eher mit der Baumaßnahme anfangen, um rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr fertig zu sein“, so Hoffmann. Erst vor Kurzem hatte es die Zusage für Fördermittel des Freistaates Sachsen gegeben.

Im Zuge dieser Baumaßnahme sollen mehrere Möbel ersetzt werden. Vor allem die 1. Klassen sollen mit neuen Kleinkindermöbeln versorgt werden. Das ist dringend notwendig, bestätigt der Lampertswalder Gemeinderat und Sportlehrer Udo Gabrisch. Er berichtet: „Die Stühle sind teilweise gespalten. Da können sich die Kinder leicht verletzten.“

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Die Wunschliste der Schulleitung ist noch länger. Für einen neuen Beratungsraum fehlen Tisch und Stühle. In den drei Gängen werden zusätzliche Leuchten benötigt, denn manchmal müssten die Schüler in den Gängen unterrichtet werden, weil nicht genug Zimmer vorhanden sind. Doch dort sei es zu dunkel, so Gabrisch. Und außerdem wurden sieben Tafeln vom Tüv beanstandet. Eine Tafel fiel sogar total durch die Prüfung.

Ursprünglich hatte die Schulleitung allein für die neuen Möbel 9.000 Euro einkalkuliert. Zu viel für die Gemeinde Lampertswalde, die sich wegen ausgefallener Gewerbesteuern von mehr als einer Million Euro selbst eine Haushaltssperre auferlegt hat. So musste eine preiswertere Lösung her. Die wurde gefunden.

Für die kaputten Stühle gibt es Ersatz aus dem eigenen Fundus. Der Landkreis Meißen unterstützt Lampertswalde mit Tafeln, die im BSZ Meißen zwar aussortiert wurden, sich aber noch im guten Zustand befinden sollen. Insgesamt konnten die Kosten von 9000 Euro auf 2.700 Euro gesenkt werden. Ein Kompromiss, mit dem offensichtlich alle Seiten gut leben können. Der Gemeinderat gab jedenfalls grünes Licht für die zusätzlichen Ausgaben im Haushalt.

Der Anbau der Grundschule wird dringend gebraucht, weil sich die Schülerzahlen in den letzten Jahren erfreulicherweise nicht nur stabilisiert, sondern erhöht haben. Am Südgiebel sollen deshalb neue Klassenzimmer entstehen. Anfangs war die Gemeinde von 300.000 Euro Baukosten ausgegangen. Mittlerweile werden sie auf eine halbe Million Euro geschätzt, auch weil die Baupreise in den letzten Jahren explodiert sind.